Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

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Anvar666
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Anvar666 » 21. Aug 2017, 18:56

So, dann hier mal „just my 2 cents“:

Allgemein:

Es war alles in allem ein großartiges Jubiläums-Festival! Danke an das komplette SB-Team für die Organisation dieses Events. Danke an die immer freundlichen Secus und die Grabenschlampen. Ein riesen Dankeschön an die vielen Putzteufel(innen) vom Reinigungspersonal bei den Container- und den LED-Spül-Klos!
Meine Freundin und ich haben uns wieder eine knappe Woche lang „daheim“ gefühlt, auf dem Breeze. Wir haben wieder jede Menge netter Leute kennengelernt. Die Atmosphäre war von Dienstag bis Samstag super entspannt und angenehm.
Ich habe so viele Bands gesehen, wie bei keinem SBOA zuvor, und diesmal war es irgendwie ein extremes Stage-Hopping (nicht im negativen Sinne). So konnte ich von vielen „Töpfen“ kosten und probieren und war am Ende des Tages immer richtig satt. Danke für die wie jedes Jahr stattliche Anzahl an Neuentdeckungen im sehr abwechslungsreichen Line-up, speziell die Camel Stage war hier wieder eine wahre Fundgrube.

Im Detail:

Vieles wurde hier und in den anderen Resümee-Threads ja schon angesprochen. An dieser Stelle noch mal meine persönlichen Eindrücke im Positiv/Negativ Fazit.


Positiv

+ trotz 40.000 Besuchern ist das Breeze nach wie vor so richtig heimelig für mich und eins der besten Metal-Festivals in Deutschland.
+ Sehr gutes Billing! Danke für die tolle Auswahl aus Klassikern, Highlights, Newcomern und Geheimtipps. Persönliche Band-Highlights für mich: AMORPHIS, POWERWOLF, AMON AMARTH (Mittwoch), SACRED REICH, UADA, SUFFOCATION, DARK TRANQUILLITY (bei Mikaels Crowd Surf Aktion während des letzten Songs hatte ich Tränen in den Augen, wie ergreifend!!!), BATTLE BEAST, ARCHITECTS, ASPHYX, HUMILIATION, TRAGEDY, LONG DISTANCE CALLING…….
+ Auch wenn das einige vielleicht anders sehen, ich habe das Zelt zu keiner Sekunde vermisst. Die Open Air T-Stage fand ich genial. Super Sound, super Atmosphäre. Bitte auch zukünftig unbedingt beibehalten!
+ Die T-Party war sehr gelungen, bei der Erinnerung an die Eröffnung bekomme ich schon wieder eine Gänsehaut! Sehr ergreifend. Ich bin mir sicher, dem Micha hat es gefallen!
+ Die neue Hauptbühne ist sowohl optisch als auch technisch echt der Hammer! Ich bin restlos begeistert von dem Dreh-Konzept, und im Gegensatz zu Herrn Lampe fand ich die Gestaltung der Anbauten sehr ansprechend. Schon bei Tageslicht sehr beeindruckend, und dann abends, z.B. bei KREATOR in Rot, einfach nur atemberaubend! Auch die LED-Wände an Bühne und Soundtürmen sowie die LED-Infotafeln fand ich Klasse.
+ Auch wenn es einige vielleicht elitär finden, Danke für die EMP-Backstage Area! Immer ein Sitzplätzchen für die müden Körper und saubere Klos, speziell für die holde Weiblichkeit. Danke noch mal an die schwarze Putzperle! („…nur Pipi? Pipi frei!“) Dazu ganz interessante Interviews und einfach die chillige Atmosphäre. Thumbs Up!
+ Essen. Die Food Trucks sind eine wirkliche Bereicherung des Standard-Festival-Futters. Mein persönliches Highlight (mindestens 1x täglich) war neben dem seit 2013 kontinuierlich sehr guten Hofladen (Flammkuchen/Schlemmerbaguette) dieses Jahr der Black Beef Burger von den Auftragsgrillern. Wirklich viel sauleckerer Burger fürs Geld! Aber auch der Heimatbecher mit Schweinefleisch, Sauerkraut und Klößen war Hammer. Dazu Pulled Pork und schwarze Bulette im schwarzen Brötchen. Bitte diese kulinarische Vielfalt unbedingt beibehalten/ausbauen!
+ Richtig super waren die LED-Unisex-Spülklos innerhalb und außerhalb des Infields. Kurze Wartezeiten, immer sauber, nachts beleuchtet. Dieses Toilettenkonzept könnte von mir aus gern die traditionellen Spülklo-Container und gern auch alle Dixies komplett ersetzen!!! BITTE UNBEDINGT AUSBAUEN! Ich weiß, diese Klos brauchen Wasser und kosten sicher mehr, als eine Horde Dixies. Aber da Ihr ja die komplette Bühnen- und Campingplatzbeleuchtung auf LED umgestellt habt, sind doch durch die Einsparung ein paar finanzielle Kapazitäten frei geworden.
+ Danke, daß Ihr nach Barcelona nicht panisch geworden seid (danke an die ARCHITECTS für die Info und die gemeinsame Respektzollung für die Opfer!!!) und nur die Taschenkontrollen etwas ausgebaut habt.


Neutral

Am Band Merch Stand war zwar nie wirklich viel los, aber speziell der (sehr freundlichen) weiblichen Verkaufskraft konnte man beim Laufen die Schuhe besohlen. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, daß alle Verkäufer überfordert damit waren, eine halbwegs faire Abarbeitung der Anstehenden im Auge zu behalten.


Negativ

- Die Toiletten-Situation im Infield. Wer zum Teufel ist auf die Idee gekommen, die Dixies an der T-Stage auf dem höchsten Punkt des Geländes zu platzieren? Außerdem ist die Anzahl der Dixies im Vergleich zu den Vorjahren meiner Meinung nach reduziert worden. Und wo zur Hölle waren die Pinkelsterne??? Zumal diese ja wohl sogar vor Ort gelagert worden sind. Warum wurden sie dann nicht eingesetzt?? Die Folge war, daß bereits am Mittwochabend der komplette Zaun oberhalb der T-Stage als Pissrinne benutzt wurde! Der Gestank an den weiteren Tagen war zum Teil unerträglich!
Die Toilettenstation mit der Pissrinne, den Spülklos und der Wasserstelle an der VIP-Road war nicht gut präpariert. Der kleine Anhang war spätestens nach dem Freitagsregen nur noch mit Glück ohne Ausrutschen zu bewältigen! Dort wäre es zumindest in der Nacht von FR auf SA sinnvoll gewesen. das Gelände mit Mulch o.ä. trocken zu legen. Das galt übrigens auch für den Bereich der Nonfood Händler Meilen! Teilweise hat man die Stiefel kaum noch aus dem Morast bekommen.
Weiterhin plädiere ich nach wie vor dafür, auch im Bereich des T-Square eine Infield-Wasserstelle einzurichten. Vielleicht ist das ja nächstes Jahr am Standort der LED-Spül-Klos möglich, weil dort ja eh Wasser benötigt wird und anliegt.
- der „Käfig“ vor der SUMMER BREEZE Stage. Sorry, aber der Sinn dieser Maßnahme erschließt sich mir in keiner Weise. Ich kann hier einfach keine Erhöhung der Sicherheit erkenn, im Gegenteil, im E-Fall schafft man sich hier bei den Headlinerspielzeiten eine lebensgefährliche Falle. Zwei Beobachtungen meinerseits zu diesem neuen Konzept: 1. Bei WHILE SHE SLEEPS zur Mittagszeit. Der Bühnenkäfig ist vielleicht zu einem Drittel gefüllt, zwei Secus beaufsichtigen den Ausgang links. Trotz der wenigen Leute vor Ort war es der Security bereits zu dieser frühen Zeit nicht möglich, die Leute daran zu hindern, von links durch den Ausgang wieder in den Käfig zu gelangen. Nach dem Ende des Gigs von WHILE SHE SLEEPS hat es bis zum Spielbeginn von MISS MAY I gedauert, bis die Leute, die raus wollten, den Käfig wieder verlassen konnten, der wie gesagt max. zu einem Drittel gefüllt war. Wie hätte da eine geordnete Entleerung ohne Panik bei KREATOR oder KORN von statten gehen sollen? 2. Beobachtung. Bei WINTERSUN fiel uns auf, daß auf der linken Seite des Käfigs super viel Platz war. Also sind wir durch den rechten Eingang ins Innere. Dort gelangten wir allerdings nur mit extrem viel Mühe und vielen Entschuldigungen fürs Anrempeln und auf die Füße treten auf die besagte linke Seite, weil in der Mitte des Käfigs bis zum Wellenbrecher alles richtig dicht war. Früher ist man halt einfach von links an die Main oder die Pain gelaufen und so hat sich die Menge vor den Hauptstages viel besser verteilt. Weiterhin stellt sich mir die Frage nach dem Sinn dieses Käfigs, da dieser augenscheinlich an der T-Stage ja nicht notwendig war, obwohl es dort am Mittwoch speziell bei POWERWOLF, INEX und AMON AMARTH auch rappelvoll gewesen ist. Bitte überlegt euch wirklich ernsthaft, ob Ihr den Käfig nächstes Jahr nicht wieder abschafft.
- Die Musiklautstärke an einigen Ständen, allen voran Ficken, war echt nervig und sollte von Euch wirklich reglementiert werden. Bei einem Festival möchte ich live von den Stages beschallt werden und nicht die Situation erleben müssen, daß die Camel Stage zum Teil von der Rödelkonserve der Stände übertönt wurde. Weiterhin war es, wie schon von einigen anderen angesprochen, suboptimal, daß man an der T-Stage immer mal wieder mit dem Sound der Hauptbühne beschallt wurde.
- Informationsdefizit beim Infield-Schleusen-Personal.
1. Auch das wurde schon angesprochen, bitte fahrt endlich mal eine klare Linie mit dem Festival-ABC und der Weitergabe desselben an die Secus vor Ort. Es steht nirgendwo im ABC oder in den AGBs, dass die geforderten 0,5 l transparenten PET-Flaschen KEIN Bier enthalten dürfen. Ich neun von zehn Fällen hatte ich am Einlass mit meiner Bierflasche kein Problem, aber es gab eben auch Secus, die scheinbar die Info hatten, daß die Plastikflaschen leer sein müssen oder nur mit alkoholfreien Getränken gefüllt sein dürfen.
2. Gleich am Mittwoch meinte ein übereifriger Secu, ich dürfte meine Kompaktkamera nicht mit ins Infield nehmen. Auf meine Aussage hin, daß es eben eine KOMPAKT-Kamera ohne Wechselobjektiv ist, musste ich den Zoom der Cam ausfahren und dem Herrn von der Einlaßkontrolle vorführen, worauf dieser mir erklärte, daß die Kamera auf Grund einer neuen Order zu professionell sei und nicht mit rein dürfe. Ich habe diese Cam seit 2015 dabei und hatte damit beim Breeze noch nie Probleme. Der Clou an der ganzen Geschichte: ich habe mich wieder zurück nach außen gedrängelt (war zum Glück noch nicht viel los) und bin durch eine Schleuse am anderen Ende des Einlasses. Der Secu dort hat die Cam kurz angeschaut und mich mit einem netten Lächeln durchgewinkt, kopfschüttel.
3. Ähnlich war es bei meiner Freundin, ebenfalls am Mittwoch. Sie hatte unseren Rucksack (so ein ganz leichtes Modell zum Zusammenfalten) dabei, der zwei Hoodies, etwas zu Essen und ein wenig Sanitärkram enthielt. Die Dame, die meine Freundin kontrolliert hat, hatte null Probleme mit dem Inhalt des Rucksackes, aber mit der Größe desselben!?! Wo stand im ABC oder in den AGB irgendetwas von einer Maximalgröße von Rucksäcken?!? Mal davon abgesehen, daß wir im Infield wesentlich größere Rücksäcke als unseren gesehen haben, wir haben dann die Jacken und das Futter aus dem Sack genommen und diesen zusammengefaltet. Da war die Größe dann ok. Sagt mal, hackt es?? Was ist denn das für ein willkürlicher Ausbund an Inkompetenz gewesen???
- Aufteilung der Schleusen zum Infield. Wir hatten absolut kein Problem mit den Taschenkontrollen am Einlass, aber wenn dann schon jede Gürteltasche durch eben jene separate Kontrolle muß, dann teilt die Schleusen doch bitte in Zukunft auch im entsprechenden Verhältnis auf. Am Donnerstag und Freitag wäre es viel schneller gegangen, wenn 2 Drittel der Schleusen mit Taschenkontrolle gewesen wären, und ein Drittel ohne. So gab es aber max. 3 Taschenkontrollenzugänge, an denen sich die Leute bis zu einer halben Stunde anstellen mussten, während die Secu an den restlichen Eingängen nichts zu tun hatte.
- Ausgang vom Campingplatz. Was sollte dieser Unfug, die Leute, die nachts zum Tagesparkplatz wollten, wieder nach rechts durch das Einlaßzelt zu schicken? Man kann es wirklich auch übertreiben! All die Jahre zuvor war es kein Problem, heimwärts einfach geradeaus durch die Ein/Ausfahrt die Straße zu überqueren, und jetzt ist das ein Sicherheitsrisiko? Also wirklich!
-Getränkestände. Auch ich muß bemängeln, daß wir immer wieder unter Strich eingefüllte Becher vorgesetzt bekamen. Bitte tretet den Standcrews reihum mal kräftig in den Hintern, denn für 4 Euro darf man einfach einen VOLLEN Becher erwarten. Wesentlich ärgerlicher finde ich es allerdings, daß immer wieder versucht wurde, beim Wechselgeld zu bescheißen! Das geht echt gar nicht!!!
-Bitte versucht für die Zukunft, (wie auch immer) ein paar mehr Schattenecken zu schaffen. Ich brauche keine Extrasitzplätze auf einem Metalfestival. Für dreckige Klamotten gibt’s daheim eine Waschmaschine. Aber Schatten ist wirklich wichtig, wenn die Sonne den ganzen Tag prasselt.


Die Negativliste ist zwar recht lang geworden, aber das sind natürlich meist nur Momentaufnahmen gewesen (mit Ausnahme der beschissenen Toiletten-Situation), die einem das Festival sicher nicht vergällen. Und insgesamt war es, wie in der Einleitung ja bereits geschrieben, wieder richtig schön auf dem BREEZE! In diesem Sinne, die Unterkunft für nächstes Jahr ist seit gestern gebucht, jetzt ist nur noch die Frage, ob ich ein Club666 Ticket bekomme oder das Blind-Dingens ordern muß. How ever, wir sehen uns 2018!!!
Zuletzt geändert von Anvar666 am 22. Aug 2017, 10:17, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Anvar666 » 21. Aug 2017, 19:03

AkumaAfterglow hat geschrieben:
21. Aug 2017, 18:51
Die Frage ist halt, ob die ganzen besoffenen Vollottos zum Dixi gehen würden, wenn es plötzlich doppelt so viele wären. Ich denke nein. Klar, über die Dixisituation muss sicherlich gesprochen werden, aber man kann dabei eben auch nicht alles dem Veranstalter anlasten. Auch vor der Mainstage gab es so viele, die sich einfach in Reihe am Zaun aufgestellt haben und ich vermute, dass das oftmals auch reine Faulheit ist.
Für das schnelle Pinkeln waren aber zuletzt die Piss-Sterne wirklich super, und die Teile sehe ich als einziges probates Mittel, dem Zaungepinkel entgegenzuwirken. Lord Seriousface schrieb, daß die Sterne vorrätig waren und im Bereich der Hauptstage gelagert wurden (hinter dem Bauzaun). Um so ärgerlicher, daß man sie nicht auch aufgestellt hat!
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von AkumaAfterglow » 21. Aug 2017, 19:09

Das stimmt dann wohl.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Kryppi » 21. Aug 2017, 19:38

AkumaAfterglow hat geschrieben:
21. Aug 2017, 18:51
Die Frage ist halt, ob die ganzen besoffenen Vollottos zum Dixi gehen würden, wenn es plötzlich doppelt so viele wären. Ich denke nein. Klar, über die Dixisituation muss sicherlich gesprochen werden, aber man kann dabei eben auch nicht alles dem Veranstalter anlasten. Auch vor der Mainstage gab es so viele, die sich einfach in Reihe am Zaun aufgestellt haben und ich vermute, dass das oftmals auch reine Faulheit ist.
Würden sie sicherlich nicht. An den Wegesränden wird weiterhin genauso viel gepinkelt werden. Die besoffenen Vollottos sind zum Glück allerdings normalerweise nicht so viele, als dass sie von alleine das gesamte Konzertgelände vollmiefen würden. Bei den Dixis an der T war halt noch zusätzlich eine Schlange - das hat bestimmt einige abgeschreckt und es noch zusätzlich eskalieren lassen. Das Aufstocken hätte nur zur Folge, dass das Kacken einfach angenehmer werden würde. Ich bin da eh nicht wirklich von betroffen, da ich das pro Festival höchstens 1-2 Mal tue, das ist auch so durchaus bezahlbar.

So ein pinkes Bändchen auf dem "Kacken 2018" steht, würde bestimmt auch einfach so von den meisten Spackos gekauft werden. Leider gab es die Flat ja nur in Kombination mit der Dusche.

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Santori
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Santori » 21. Aug 2017, 20:25

Anvar666 hat geschrieben:
21. Aug 2017, 19:03
AkumaAfterglow hat geschrieben:
21. Aug 2017, 18:51
Die Frage ist halt, ob die ganzen besoffenen Vollottos zum Dixi gehen würden, wenn es plötzlich doppelt so viele wären. Ich denke nein. Klar, über die Dixisituation muss sicherlich gesprochen werden, aber man kann dabei eben auch nicht alles dem Veranstalter anlasten. Auch vor der Mainstage gab es so viele, die sich einfach in Reihe am Zaun aufgestellt haben und ich vermute, dass das oftmals auch reine Faulheit ist.
Für das schnelle Pinkeln waren aber zuletzt die Piss-Sterne wirklich super, und die Teile sehe ich als einziges probates Mittel, dem Zaungepinkel entgegenzuwirken. Lord Seriousface schrieb, daß die Sterne vorrätig waren und im Bereich der Hauptstage gelagert wurden (hinter dem Bauzaun). Um so ärgerlicher, daß man sie nicht auch aufgestellt hat!


Ich glaube auch dass nicht die besoffenen das Problem sind sondern die di nicht warten wollen bis ein dixie oder so frei ist bzw am Campingplatz bei den reservierten einfach keins in der Nähe ist und man deswegen in den oder zum Wald geht zum pinkeln da man nicht ne viertel/halbe Stunde de anstehen möchte, was mit den pinkelsternen nie ein Problem war

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von HerrLampe » 21. Aug 2017, 21:51

Man möge im Folgenden gerne seinen druch olfaktorische Belästigungen entstandenen Hass auf mich projezieren, denn: Ich gestehe an dieser Stelle, auch mehr als einmal an der T-Stage gegen den Zaun gepinkelt zu haben. Nicht, weil ich betrunken unfähig war, mich in die elendig lange Dixischlange zu stellen, aber die phänomenale Aussicht, nach 5-10 Minuten Anstehen und dem Durchqueren des Urinsumpfs direkt vor den Toiletten in einem ziemlich dreckigen Dixi entschieden zu lange die Luft anhalten zu müssen, hat mich dann doch dazu verleitet, mich einfach daneben zu stellen. Hängt das nächste mal zwei der Rinnen da hin oder stellt besagte Plastikraketen, die so wunderbar nutzlos neben der Hauptbühne lagerten, dahin und oh Wunder - 99% der Herrenschaft werden sich benehmen können.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Lord Seriousface » 21. Aug 2017, 21:52

Anvar666 hat geschrieben:
21. Aug 2017, 18:56

Negativ

- Ausgang vom Campingplatz. Was sollte dieser Unfug, die Leute, die nachts zum Tagesparkplatz wollten, wieder nach rechts durch das Einlaßzelt zu schicken? Man kann es wirklich auch übertreiben! All die Jahre zuvor war es kein Problem, heimwärts einfach geradeaus durch die Ein/Ausfahrt die Straße zu überqueren, und jetzt ist das ein Sicherheitsrisiko? Also wirklich!

Super, dass das nicht nur uns geärgert hat :)

Und insgesamt war es, wie in der Einleitung ja bereits geschrieben, wieder richtig schön auf dem BREEZE! In diesem Sinne, die Unterkunft für nächstes Jahr ist seit gestern gebucht, jetzt ist nur noch die Frage, ob ich ein Club666 Ticket bekomme oder das Blind-Dingens ordern muß. How ever, wir sehen uns 2018!!!

Unterkunft ist bei uns schon seit Montag letzte Woche gebucht und Ticket heute bestellt :mrgreen:


Ich geb’ dir einen Tipp, du Blödmann: Die Torten-Nummer ist überhaupt nur dann komisch, wenn der Getroffene Würde zeigt, wie der Kerl da! Hey, Hearl! Eine Torte für Lord Ernstvisage da drüben!

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Exorzischt
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Exorzischt » 21. Aug 2017, 22:27

Nach 2009, 2010, 2011, 2013 war dies nun mein 5. Breeze

Lob:

- guter Sound vor T-Stage und vor der S&B-Stage (gut, ich bin da nicht sonderlich anspruchsvoll und habe mich meist etwas weiter hinten postiert)
- Konzept mit der drehbaren Bühne fand ich durchaus nachvollziehbar und gut umgesetzt - bisher habe ich aber noch nie an so etwas gedacht
- abwechslungsreiches Billing (ca. 35 Bands mehr oder weniger geschafft)
- nie an einem Getränkestand lange angestanden
- im Vergleich zum letzten Besuch empfand ich den direkten Auf- und Abgang in Richtung S&B-Stage sehr gelungen und ein deutliches Zeitersparnis zum Händler-Zickzack 2013
- nie an unfreundliche Leute geraten oder Stress mitbekommen; wobei mein Bewegungsradius (reservierter Zeltplatz -> zwei Minuten zum Infield -> Konzerte -> zurück) sehr überschaubar war
- LED-Toiletten direkt beim Infield rechts; immer sauber, immer mit Klopapier => klasse!
- abwechslungsreiches Essen (ca. 4x Handbrot, 1x Spiessbraten - war etwas zu teuer -, 2x asiatisch, 1x indisch, 1x black Pommes, 2x Pizza und ich war nie unzufrieden und hätte wohl am liebsten noch mehr ausprobiert)
- Leinwände an den FOH-Towern, neben der T-Stage und an der S&B-Stage
- keine langen Warteschlangen am Einlass (keine Tasche dabei gehabt...) und falls doch, kam man dennoch zügig aufs Gelände

Tadel
- reserviertes und bezahltes Dixi wurde erst Samstag nach mehrmaliger Erinnerung gereinigt
- Bezahltoiletten wesentlich schmutziger als die kostenlosen LED-Toiletten auf dem Infield; den "Ticketkauf" hierfür hätte ich mich auch sparen können. Kontrolliert wurde am Samstag ohnehin nicht mehr
- kein Pinkelpilze, obwohl diese zur Verfügung gestanden wären
- Toilettensituation neben der T-Stage; Hut ab vor den Leuten, die sich dort am Samstag neben den Zaun gesetzt haben... => Pissrinnen wären hier sinnvoll gewesen
- mehrmaliger Beschiss beim Bierkauf (s. Kritik in eigenem Thread)
- ca. 2 Stunden am Mittwoch während Amon Amarth am Merchandise-Stand angestanden => ein zweiter Stand vor dem Infield (den es vor ein paar Jahren noch gab?) wäre klasse
- Befüllung des Frontbereichs vor der S&B-Stage nicht nachvollziehbar und umständlich (Toilettenbesuch äußerst aufwendig) => bitte wieder abschaffen
- anstrengende Werbung (nach der x-ten Schnapswerbung nervt es nur noch und auch der Hinweis, dass irgendeine Band die mich einen feuchten Furz interessiert, am 08.09. ein neues Album veröffentlicht, nervt spätestens ab dem zweiten Tag nur noch => mehr Abwechslung sollte doch möglich sein oder wollen echt nur zwei, drei Bands / Unternehmen etwas für die Werbefläche zahlen?

- Bus-Shuttle (auch mit DB-Ticket ohne Aufpreis verwendbar) ab Ansbach wie aus den anderen Städten in der Umgebung wäre klasse, aber aufgrund der Nachfrage wohl nicht notwendig -> schade, aber dafür könnt ihr nichts...
- durch die drehbare Bühne drängeln sich kurz vor Schluss Leute nach vorne, die mit der Band nix am Hut haben und der Stimmung nicht zuträglich sind -> auch dafür könnt ihr nichts; wohl nur mit einer zweiten Bühne vermeidbar oder indem sich die Leute einfach mal auf etwas anderes einlassen und wenigsten so tun, als wäre man für andere Musikrichtung offen ;-)

In Summe bereue ich es, die letzten Jahre nicht auf dem Breeze gewesen zu sein, auch mein finanzielles Budget im August dadurch deutlich gesprengt wurde...
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von baitalaoulouz » 22. Aug 2017, 00:41

Nichts wesentlich Neues, was nicht schon gesagt wurde (danke Anvar666 für die ausführliche Berichterstattung!), aber schlussendlich geht es ja auch darum, mit meiner Stimme gewissen Punkten noch einen Funken mehr Nachdruck zu verleihen.

- Anreise dauerte entschieden zu lang. Ich reise immer am Mittwochnachmittag an und ich war noch nie so früh dran wie dieses Jahr (wegen dem Jubiläumsprogramm!), dennoch war ich bislang noch nie so spät am gewünschten Ort. Zum Glück musste ich nicht auch noch durch die Schleusenkontrolle! Ob ihr dafür etwas könnt oder nicht, keine Ahnung. Wenn ja, dann wäre wenigstens angebracht, über die möglichen Gründe informiert zu werden (Dienst am geschätzten Kunden).

- Legale Pinkelmöglichkeiten waren eindeutig zu wenige! An anderer Stelle habe ich gelesen, dass diese Piss-Pilze bereitgestanden wären. Offenbar kam man nicht mehr dazu diese auch aufzustellen, was dann dazu geführt hat, dass überall kreuz und quer herumgepinkelt wurde, mit all den bekannten Nachteilen (Metal-Festival hin oder her). Andernorts verbietet ihr ja auch die Urin-Pistolen :oops:, aber wenn man dann zentimetertief durch die Pisse watet und diese dadurch zwangsläufig überall herumverteilt, ist am Ende die Sosse auch überall.

- Die eine Wasserstelle im Infield ist zu wenig (am Mittwoch zudem nicht zugänglich). Ok, Händewaschen mag für manch einen etwas für Pussies sein, ich gehöre offenbar nicht dazu, denn so ein, zwei Mal am Tag saubere Hände zu haben, hat schon was. Und zum Glück gab es heuer nicht auch noch die auch schon erlebte Bruthitze...

- Bierpreiserhöhung von mir aus akzeptabel, aber dann bitte auch 0.4 Liter einschenken (lassen).

- Fair wäre, beim Merch-Stand zeitig die nicht mehr erhältlichen Artikel durchzustreichen (so wie andere Jahre auch), damit man nicht vergebens ansteht. Klar, von Veranstalter-Seite hofft man natürlich, dass der angestandene (bzw. abgestandene) Kunde dann einfach einen anderen Artikel kauft. Habe ich nicht gemacht und dadurch fett Kohle gespart. Ok, fairerhalber muss ich auch noch eingestehen, dass ich nicht allzulange angestanden bin, denn dafür ist mir die Zeit echt zu schade...solange aber genug Leute bereit sind, stundenlange anzustehen, besteht für euch diesbezüglich natürlich auch kein Handlungsbedarf :twisted:

- Am Samstag war's verdammt eng. Mir scheint, als ob da "ohne Ende" Tagestouristen reingelassen wurden. Meine Theorie ist ja seit jeher, dass das SUMMER BREEZE nie ausverkauft ist, d.h. Tagestickets gibt es immer.

- Leider wurde das Wifi beim Biergarten kommentarlos gestrichen, jedenfalls wurde mir nie irgendein Netz angezeigt. Wenigstens zum Checken der aktuellen Wetterlage wäre das ab und an hilfreich gewesen.

- Die Geschichte mit dem lustigen Security (Nummer 612) habe ich andernorts schon ausführlich erwähnt. Nochmals: sagt einfach klar und ohne öhhmm und ähhh was gilt: ist die Hereinahme von 0.5 Litern Bier (oder Alkohol) in einer transparenten, handelsüblichen Petflasche erlaubt oder nicht? Nur ja oder nein und dann den Secus zum auswendig lernen weitergeben.

- Ein paar Stellen zum Schutz vor Sonne oder Regen sind angezeigt. Dieses Jahr ging's einigermassen, da sich sowohl die Bruthitze als auch der Regen in Grenzen hielten.

- Die Beschallung der ollen Ficken-People stört.

Selbstverständlich überwiegen aber trotz der genannten Minuspunkte die positiven Erlebnisse! Wie immer, ein starkes Festival, welches ihr da auf die Beine gestellt habt, wenngleich ich zwei, drei Mal das Gefühl hatte, dass ihr Euren Versprechen und Plänen am Ende fast ein wenig hinterhergerannt seid, damit es noch irgendwie rechtzeitig fertig wird (deshalb standen dann bspw. die bereitgestellten und dringend benötigten Piss-Pilze wahrscheinlich auch ungenutzt hinter der Bühne...). Ich kenne kein besseres Festival und so geht es wohl vielen anderen auch und das Dumme ist, dass ihr das wisst. Denn das kann dazu verleiten, den "Dienst am Kunden" hier und da etwas zu schmälern, da noch ein paar Pissrinnen einzusparen, da noch etwas mehr zu verbieten, da ein paar Millimeter Bier weniger einzuschenken etc. Ich habe aus diesem Grund schon einem anderen Festival den Rücken gekehrt. Klar, wenn ich nicht käme, kommen dafür fünf neue Nasen und euch spielt es logischerweise keine Rolle, wer kommt, sondern nur dass jemand kommt und so wie es derzeit aussieht, kommen ja jedes Jahr mehr. SUMMER BREEZE, was willst Du mehr? Und so werde auch ich nächstes Jahr wieder kommen, keine Frage.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Onne » 22. Aug 2017, 07:33

Es gibt zwar glaub kaum noch etwas erwähnenswertes was nicht schon gesagt wurde, trotzdem möchte ich dann auch mal mit meinem Feedback dem ein oder anderen Punkt mehr Gewichtung geben.

Positiv:
- Das T-Stage Konzept ohne Zelt war für mich die mit Abstand beste Veränderung zu den letzten Jahren. Kein Dunst und Gestank mehr, kein Engpass im Eingangsbereich wie beim Zelt üblich und der Sound war auch um Welten besser!
- Das Aufgebot an Fressbuden war wieder einmal Top! Keine Ahnung ob Goldkorn dieses Jahr nicht konnte oder wollte aber ich finde die Foodtrucks haben das sehr gut ausgeglichen.
- Die neuen Cocktailbars.
- Der Sound war, abgesehen von manches mal zu laut, war durchgängig gut gewesen. Zumindest bei den Bands die ich gesehen habe.
- Securities und Grabenschlampen wie gewohnt immer freundlich gewesen. Hab da beim Breeze allerdings auch noch nie eine andere Erfahrung gemacht.

Neutral:
- Die neue Hauptbühne. War zwar toll anzuschauen, bin aber immer noch unsicher was ich davon genau halten soll.
- FoS Bereich an der Hauptbühne. Da ich und meine Leute uns im Normalfall mit dem zweiten Wellenbrecher zufrieden geben hat mich diese Einlass über rechts Geschichte nicht betroffen.

Negativ:
- Ganz klar, der negativste Punkt in diesem Jahr betrifft die schon häufiger erwähnten Toilettensituation. Bei der T-Stage hätten es gerne ein paar mehr Dixies sein dürfen und das weglassen der Pissrinnen oder von diesen Pinkeltürmen war eine komplette Fehlplanung des/der Verantwortlichen. Auch rechts von der Hauptbühne hatte ich das Gefühl das es sowohl weniger Dixies als auch Rinnen gab. Doppelt ärgerlich wenn man dort dann sehen kann das die Pinkeltürme vorhanden und aus unerfindlichen Gründen nicht eingesetzt werden. Auch die Bezahltoiletten waren unmöglich dieses Jahr, oftmals die Hälfte gesperrt und die restlichen waren nicht wirklich sauber, speziell aufgefallen war uns dies am Duschcamp beim Zeltheldlager.
- Bei größerem Andrang an den Schleusen waren oftmals einfach zu wenige geöffnet. Fand hier auch das Konzept von letztem oder vorletztem Jahr besser als es zwei unterschiedliche Schleusen gab.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Lord Seriousface » 22. Aug 2017, 09:54



Anvar666 hat geschrieben:
21. Aug 2017, 18:56


+ Auch wenn es einige vielleicht elitär finden, Danke für die EMP-Backstage Area! Immer ein Sitzplätzchen für die müden Körper und saubere Klos, speziell für die holde Weiblichkeit. Danke noch mal an die schwarze Putzperle! („…nur Pipi? Pipi frei!“) Dazu ganz interessante Interviews und einfach die chillige Atmosphäre. Thumbs Up!



Also wir waren auch dieses Jahr wieder sehr zufrieden mit der Backstage-Area! Hat uns beim Stürmchen vor CoB und bei akuten Fußschmerzattacken samstags gerettet :mrgreen: Saubere Klos und Waschbecken sind auch super, außerdem trifft man dort auch immer nette Leute! Bitte unbedingt beibehalten!

Ich geb’ dir einen Tipp, du Blödmann: Die Torten-Nummer ist überhaupt nur dann komisch, wenn der Getroffene Würde zeigt, wie der Kerl da! Hey, Hearl! Eine Torte für Lord Ernstvisage da drüben!

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Lord Seriousface » 22. Aug 2017, 10:03


Exorzischt hat geschrieben:
21. Aug 2017, 22:27


- anstrengende Werbung (nach der x-ten Schnapswerbung nervt es nur noch und auch der Hinweis, dass irgendeine Band die mich einen feuchten Furz interessiert, am 08.09. ein neues Album veröffentlicht, nervt spätestens ab dem zweiten Tag nur noch => mehr Abwechslung sollte doch möglich sein oder wollen echt nur zwei, drei Bands / Unternehmen etwas für die Werbefläche zahlen?

In Summe bereue ich es, die letzten Jahre nicht auf dem Breeze gewesen zu sein, auch mein finanzielles Budget im August dadurch deutlich gesprengt wurde...



Da stimme ich dir zu, die Schnapswerbung nervt nach dem 5ten mal echt gewaltig und ein wenig Abwechslung käme da echt gut :mrgreen: :mrgreen: Ich kenne das aber auch von anderen Festivals so, dass meist nur eine Band, ein Kinofilm und/oder ein bis zwei Trinkprodukte beworben werden und das in jeder Pause...Augen zu und durch bzw. Ficken fürs Volk :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

...ich ärgere mich auch darüber, nicht früher zum Breeze gewechselt zu sein. Aber naja besser spät als nie!

Ich geb’ dir einen Tipp, du Blödmann: Die Torten-Nummer ist überhaupt nur dann komisch, wenn der Getroffene Würde zeigt, wie der Kerl da! Hey, Hearl! Eine Torte für Lord Ernstvisage da drüben!

Metal Dad
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Metal Dad » 22. Aug 2017, 11:45

Selbstverständlich überwiegen aber trotz der genannten Minuspunkte die positiven Erlebnisse! Wie immer, ein starkes Festival, welches ihr da auf die Beine gestellt habt, wenngleich ich zwei, drei Mal das Gefühl hatte, dass ihr Euren Versprechen und Plänen am Ende fast ein wenig hinterhergerannt seid, damit es noch irgendwie rechtzeitig fertig wird (deshalb standen dann bspw. die bereitgestellten und dringend benötigten Piss-Pilze wahrscheinlich auch ungenutzt hinter der Bühne...). Ich kenne kein besseres Festival und so geht es wohl vielen anderen auch und das Dumme ist, dass ihr das wisst. Denn das kann dazu verleiten, den "Dienst am Kunden" hier und da etwas zu schmälern, da noch ein paar Pissrinnen einzusparen, da noch etwas mehr zu verbieten, da ein paar Millimeter Bier weniger einzuschenken etc. Ich habe aus diesem Grund schon einem anderen Festival den Rücken gekehrt. Klar, wenn ich nicht käme, kommen dafür fünf neue Nasen und euch spielt es logischerweise keine Rolle, wer kommt, sondern nur dass jemand kommt und so wie es derzeit aussieht, kommen ja jedes Jahr mehr. SUMMER BREEZE, was willst Du mehr? Und so werde auch ich nächstes Jahr wieder kommen, keine Frage.
[/quote]

Vielen Dank baitalaoulouz...und ich denke damit triffst du den Nagel auf den Kopf. Das Breeze ist nach wie vor das Festival mit dem besten Preis / Leistungsverhältnis, keine Frage....aber man sollte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen bzw. die Gutmutigkeit und Zufriedenheit der Besucher ausnutzen. Das ALLES teuerer wird steht auch außer Frage...und ich will gar nicht soweit gehen und den Veranstaltern Geldschneiderei vorzuwerfen, denn das wäre für den Aufwand den sie seit 20 Jahren betreiben unfair und respektlos und soll auch dementsprechend honoriert und bezahlt werden. Aber es liegt auch auf der Hand das der Verbraucher für 12 bzw. 30€ mehr in Zukunft auch weiterhin diesen Standard verlangt, denn es interssiert die wenigsten Leute ob Pachten, Sanitäranlagen, GEMA etc...steigen oder gestiegen sind. Andererseits kann ich bei manchen Kritikpunkten hier im Forum nur den Kopf schütteln über welche Kleinigkeiten sich die Leute auf einem FESTIVAL so alles aufregen können. Entspannt Euch Leute.....ich denke das mit mehr Toiletten und Verbesserungen im gesamten Sanitärbereich wohl ALLEN am meisten geholfen ist oder?
Also die Toiletten sind in Zukunft verbesserungswürdig bzw. waren schon viel besser, Die T - Stage fand ich soundtechnisch wesentlich besser als das Zelt, aber wie auch schon erwähnt, bietet sie eben keinen Schutz vor Sonne oder Regen...und auch schon erwähnt, der Bereich vor der Hauptbühne. Ansonsten waren es wieder vier lustige, öfters mal rauschige und vorallem friedliche Tage, die mit ganz starken Born from Pain gegonnen und überraschend guten KoRN geendet haben. Bis auf die jetzt schon mehrmals angesprochenen wichtigen Kritikpunkten, macht weiter so.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Anvar666 » 22. Aug 2017, 15:36

Metal Dad hat geschrieben:
22. Aug 2017, 11:45
Andererseits kann ich bei manchen Kritikpunkten hier im Forum nur den Kopf schütteln über welche Kleinigkeiten sich die Leute auf einem FESTIVAL so alles aufregen können.
Was meinst du damit genau?
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Theodor » 22. Aug 2017, 17:52

Zwar war es erst mein 5. Mal, aber ich reihe mich dennoch hier ein:

Zunächst herzlichen Dank für das tolle Festival und seine grundlegend toll gelungene Organisation. Die Bandauswahl war phantastisch, die Stimmung grandios und das Wetter zum Glück mehr oder weniger perfekt. Schade, dass die positive Kritik immer so kurz kommt (denn es läuft schon außerordentlich gut auf dem Summer Breeze, man merkt, wie sehr sich alle Beteiligten reinhängen und das SB als ihr Baby betrachten), aber, so ists halt leider. Sorry, dass/falls ich viele Punkte wiederhole.

- Sanitäre Situation: Es war tatsächlich ja schon letztes Jahr ein Problem, dieses Jahr wurde es aber leider noch schlimmer. Es gab wirklich viel zu wenig Dixis, sei es auf dem Infield oder dem Campingplatz. Wir als Green Camper waren allerdings äußerst zufrieden mit der Sauberkeit der Dixis (wirklich 1A Arbeit von den zwei Ungarn) und auch wenn man morgens mal etwas auf ein freies Dixi warten musste, der Zustand war immer wirklich gut. Dennoch waren es zu wenig. Ich muss zugeben wenig auf dem Gelände hin und her gegangen zu sein, denn der Weg ganz diagonal einmal hinten in die Ecke zu laufen dauerte bereits seine Zeit (aber auch das war kein Problem, die Wege sind immer noch voll in Ordnung), doch auch wenn der Weg lang war, so sind mir bloß die zwei oberen Reihen am Zaun zur Straße im Gedächtnis geblieben (die Pinkelrinnen waren übrigens wieder zu gut versteckt). Zum Glück haben wir recht nah an den „Gitterdixis“ gezeltet, aber als weiblicher Festivalbesucher hat man zu viel Strecke gemacht. Offensichtlich scheinen die Toiletten sehr teuer zu sein, aus Langeweile stellt ihr ja nicht wiederholt zu wenige auf, aber kann das die Lösung sein?
Positiv sind hier aber die LED Dixis gewesen, sauber, beleuchtet – klasse.

- Die Duschen am GC waren eine Katastrophe. Entweder eiskalt, oder kochend heiß. Letzteres war wirklich ein Problem!

+ GC: Das Green Camping generell war dieses Jahr wieder super. Das Platzangebot war dieses Mal deutlich entspannter (offensichtlich zum Leidwesen derjenigen, die erst Donnerstag angereist sind) so dass wir nicht zu viel, aber ausreichend Platz für alles hatten (man muss ja nicht jedes Zelt perfekt abspannen). Die Atmosphäre auf dem GC war so wie die letzten Jahre, nachts, wenn die Bühnen still waren war beinahe Totenstille auf dem Areal. Eine Partei hatte zwar eine Bassbox dabei so groß wie ein Kühlschrank, aber offensichtlich gab´s keine Probleme. Das Gelände sah bei der Abfahrt wieder toll aus, danke an alle verantwortungsbewussten Camper. Am von der Bühne aus gesehen hinteren Campeingang wurde ziemlich sporadisch kontrolliert, am vorderen dafür ziemlich gründlich. Noch ein paar mehr Dixis und es wäre perfekt. Das GC ist für unsere ganze Gruppe ein absolutes Highlight des SB.

- Anreise: Die Anreise war dieses Jahr (wie immer mittwochs etwa 12 in Dinkelsbühl) deutlich ätzender als sonst. Da würde mich mal interessieren, ob es dieses Jahr mehr Anreise am Mittwoch gab als z.B. letztes Jahr. Bis zum Black Earth ging alles recht schnell und zuverlässig, aber dann find der Ärger an. Nachdem man kontrolliert wurde (und sein Bändchen bekommen hat – übrigens ganz großes Kino dass man es bereits dort erhält, danke, wer auch immer diese tolle Idee hatte, das könnten sich andere Festivals mal abschauen) muss man schon Ruhe bewahren, wenn 10 (?) Spuren zu einer werden und jeder mit seinen Freunden zusammen bleiben möchte (uns eingeschlossen). Dass es da keine Einweiser gibt ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass es einfach nicht zu kontrollieren ist. Sicherlich ist euch das bewusst, aber es scheint wohl keine bessere Lösung zu geben? Nachdem man dann in zwei Reihen nebeneinander auf dem kurzen Stück Asphalt steht und darauf wartet dass es weiter geht (die zwei Secus die dort standen waren so ab 14 Uhr nicht mehr sehr konzentriert und unterhielten sich regelmäßig mit Anwohnern oder der Polizei, obwohl es längst hätte weitergehen können. Das nervte besonders, da wir mit 6 Autos auf dem langen Stück Straße teils mit 2 weiteren Reihen daneben (auf Anweisung der 2 erwähnten Secus) auf ein! Nachzüglerauto warteten, obwohl wir alle gleichzeitig aufs Black Earth gefahren sind. Nach einer Stunde warten bin ich zurück und musste erschrocken feststellen, dass sie immer noch 8 Autos vor! Der Kontrolle standen, einem Bereich, den die anderen 6 Autos, die alle zur gleichen Zeit ankamen, bereits seit etwa 2 Stunden hinter sich gelassen hatten. Der Grund, Der Secu mit Nummer 607 kontrollierte unfassbar gründlich. Natürlich ist eine gründliche Arbeit wünschenswert, aber die Autos links und rechts von meinen Freunden schossen gefühlt an ihnen vorbei. Der Secu, der das laut Supervisor zum ersten Mal gemacht hat, kann nichts dafür, er hat nach bestem Gewissen gehandelt, aber erfahrenen Mitarbeitern hätte es auffallen müssen, dass hier ein krasses Ungleichgewicht vorlag, was z.B. dazu führte, dass 6 Autos die Straße 300 Meter weiter blockierten. Der Supervisor wollte (konnte) auf Beschwerde hin nichts machen. Wir haben unsere Freunde eine Reihe weiter „schummeln“ können, so dass es im normalen Tempo weiterging. Da war die Stimmung bei uns allen schon ziemlich am Boden. Vor allem, da wir dadurch Born From Pain und Vomitory verpasst haben (siehe 2 Stunden Verzögerung, die an einer einzigen Person hing). Als endlich das letzte Auto da war, ging alles ganz schnell und man konnte ohne groß anzuhalten aufs GC durchfahren. Wie man so liest waren die anderen aber alle recht zufrieden… Einzelschicksale sind wohl immer dann besonders hart, wenn man selbst betroffen ist ;)

+/- Die Running Order war eigentlich perfekt, einzig etwas schade, dass die ganzen Spaßbands wie Knorkator, Hurley und Excrementory am Samstag spielten. Solche Bands würde ich am liebsten Donnerstag und Freitag sehen. Natürlich können aber viele Gründe dagegen sprechen.

- Gar nicht gefallen hat mir das neue Wellenbrecher System vor der Bühne. Wie man es erahnen konnte dauerte es ewig, wollte man sich ein Bier holen oder mal auf Toilette gehen. Darauf kann gerne verzichtet werden. Es erscheint eh wie ein Flaschenhals am Ausgang zu sein. Das Räumen bei COB ging zwar gut, aber m.E. war da auch nicht so viel los und Panik herrschte sowieso nicht, aber im Fall der Fälle? Wenn’s die Sicherheit verlangt will ich mich nicht beschweren, aber von mir aus bitte wieder gerne ohne!

+/- Die Secus. Wenn man sich die anderen Beiträge durchliest dann ärgert man sich immer wieder über einzelne Mitarbeiter, die einen negativen Geschmack hinterlassen und die leider den Namen aller etwas verschandeln. Zufälligerweise habe ich wenige Male für eine der beteiligten Firmen selbst gearbeitet und weiß, aus welchem Mitarbeiterkreis die Verantwortlichen auswählen "müssen". Da wundert man sich dann schon weniger. 95% der Secus haben einen tollen Job gemacht, aber dass sich die 5 übrigen Prozent dann immer wieder so aufspielen müssen und offensichtlich Ansagen "erfinden", das nervt.

Weiterhin positiv:

- Die vielen LED Wände vor der großen Bühne.
- Die in meinen Augen schnelle Reaktion auf den Regen in Hinsicht auf die Späne, welche umgehend verteilt wurden. Zum Glück wars ja nicht viel Regen.
- Der Umgang mit den Wetterwarnungen. War ja letztes Jahr schon echt klasse aber auch dieses Jahr wieder sehr verantwortungsbewusst und absolut richtig. Danke.
- Die neue Bühne sieht einfach stark aus und ich bin gespannt, ob sie nächstes Jahr auch wieder zum Einsatz kommt. Ebenso, obs das Zelt wieder geben wird.
- Das Essensangebot war für Veganer gut, ich war sehr zufrieden. Auch wenn mir Green Republic gefehlt hat, aber das lag nicht im Machtbereich des SBs.
- Die Abreise war dieses Jahr wieder sehr stark. Raus aus dem Green Camping, zweimal links, 400 Meter geradeaus und schon war man Sonntag um 10 Uhr vom Festivalgelände. Das man danach etwas ziellos über die Dörfer fährt ist geschenkt, das schafft man!
- Die Lautstärke fand ich dieses Jahr super, schön laut und auch der Sound war meistens gut. Fraglich, ob die Kritik überhaupt ans SB gehen kann, wo doch sicherlich so gut wie jede Band ihren eigenen Mischer mitbringt und die Hardwarefragen garantiert im Vorfeld geklärt wurden. Am ehesten ist wohl ein SB interner Mischer für die Camel Stage verantwortlich und da war der Sound meistens großartig.

Nächstes Jahr kommen wir sicherlich wieder, obwohl die Gruppe sich mal nach kleineren Festivals umsehen möchte. Schon beim Gedanken daran blutet mir das Herz. Die familiäre Atmosphäre würde mir im schlimmsten Falle sehr fehlen!

Vielen Dank für die unzähligen Stunden Arbeit die in ein grandioses Festival gemündet haben und zu Recht als einer der Jahreshöhepunkte im Kopf bleiben wird.
Green Camping \m/

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BarneyGumple
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von BarneyGumple » 22. Aug 2017, 20:36

Nach 2010, 12,13,14,15 und 16 war dies nun mein 7. Summer Breeze, und für mich persönlich leider das schlechteste.

Die gute Laune wurde schon am Anreisetag vermiest:
Nach den, bedingt durch den Dienstag als zusätzlichen Anreisetag, gemütlichen Anfahrten in den letzten beiden Jahren, traf uns schon ein Schock als wir Mitwoch Nachmittag auf einen klassischen Breeze-Stau trafen. Nachdem dieser überstanden war, freuten wir uns auf den Anblick des "Black Earth". Doch da fing das Drama erst an: Eine Stunde ging nichts voran. Erst auf Anfrage bei einem Ordner erfuhren wir von überfluteten Campingplätzen und Problemen die Massen unterzubringen. Für das Wetter kann niemand etwas, aber es wäre vlt sinnvoll für Leute die keine Einweisung auf eine freie Fläche brauchen, also Greencamper und Reservierer, eine etra Zufahrt, bzw. einen eigenen Streifen auf Black Earth frei zu machen. Das wären ja ein paar Tausend weniger Autos, welche den Stau entschärfen würden.
Nachdem wir es nach gefühlten 10 Stunden durch die Kontrolle geschafft haben war wieder Stillstand, wenn jeweils geschätze 6 Spuren auf 2 einfädeln müssen. Hier wären Ordner nötig gewesen die das ganze koordinieren.
Dann der nächste Ärger: An der Stelle, an der die Straße nach rechts abbiegt, dachten wir, wie immer mit dem Reservierschein gerade aus auf den Campground fahren zu dürfen. Pustekuchen, wir mussten auch nach rechts und durften in den selben Stau wie die noch Camplosen Autos.

Um 7 trafen wir dann völlig entnervt auf unseren Platz ein (der übrigens an einer anderen Stelle, als auf dem zugeschickten Plan aufgezeichnet, war).
Nach ein paar Beruhigungsbieren offenbarte sich die nächste Schwachstelle: Zu wenig Dixies. Mag zwar sein, dass man die Möglichkeit hatte welche zu mieten, aber dennoch hätten da mehr öffentliche hingehört. Zumal auf E, das halbe Festival vorbeiläuft und dieses auch verwenden möchte. Hies also nicht selten erst Fußmarsch, dann warten. Da Bier bekanntlich treibt, kommt da an einem Festival viel verschwendete Zeit zusammen. Da man diese Situation von mehreren Besuchern aus verschiedenen Campgrounds gehört hat, frage ich mich wieso wird daran so sehr gespart? Möchte man wirklich, dass Zäune, Planen und Wege vollgepinkelt werden? Dixies scheinen aber generell unbeliebt bei Veranstaltern zu werden, was man die letzten Jahre auch bei anderen Festivals beobachten konnte. Ich vermisse die

Zeiten in denen es dutzende Dixies gab, die um jeden Tower herum aufgestellt waren...
Die viel genannte zusätzliche Beschallung durch den ominösen Schnapsstand war wirklich grausam. Selbst 20 Meter von der Camelstage konnte man die Konservenmusik hören. Da muss endlich eine Reglementierung her.

Zu den Bühnen: Das fehlende Zelt und die einzelne Bühne auf dem Battlefield haben bei mir persönlich dafür gesorgt,micht nicht mehr heimisch zu fühlen (zuviel optische Veränderung aufeinmal). Den einzigen Vorteil an der freien T-Stage war, dass man entspannter zu dieser gelang und auch von links dazustoßen konnte. Ansonsten bedeutete die Änderung, fehlenden Sonnen/Regenschutz und Sound-Überschneidung von T-Stage und Hauptbühne.
Bei der Hauptbühne fragte ich mich erst einmal, ob es Probleme beim Aufbau der früheren Pain-Stage gab, bis mir jemand erklärt hat, dass es sich um eine Drehbühne handelt. Hier hätte eine offizielle Ankündigung (oder hab ich was verpasst?) geholfen. Zudem erschließt sich mir nicht, wieso man diese Bühne auf der Running Order als zwei Bühnen darstellt. Dies sorgte nur für Verwirrung.
Ärgerlicher war, dass es nicht mehr so entspannt am Battlefield ablief wie früher. Das Publikum ist nicht mehr angenehm verteilt sondern konzentriert sich auf eine Bühne. Zudem wirkt dieser Wellenbrecher-Käfigfür mich mehr wie eine Todesfalle im Ernstfall statt einer Absicherung. Ich wünsche mir den alten Aufbau zurück, da fühlte sich das Geschehen vor den Hauptbühnen noch wie ein kleines gemütliches Festival an. Jetzt merkt man auch hier, dass das Festival zu groß geworden ist.

Positiv für mich war die Bandauswahl sowie Essensangebot. Nur habe ich den Selbstmach-Burger und die Maultaschen von letzten Jahr vermisst.

Ich bin immer gerne hier gewesen, aber dieses Jahr hat es sich für mich nicht nach dem Summer Breeze angefühlt, dass ich kenne. Sollten mich bestimmte Kracher im Line Up nicht umstimmen, wird es nächstes Jahr wohl erstmal kein Breeze für mich geben.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von darkforest » 23. Aug 2017, 10:37

Da ich nun erst zwei mal in neunjährigem Abstand da war bezeichne ich mich nicht als Veteran. Nichtsdestotrotz will ich meinen Senf dazugeben, da leider wie schon von Anderen festgestellt die Negativ-Kritik überwiegt. Daher wird mein Kommentar auch was länger, da ich verschieden Kritiken so nicht erlebt hab. Im Gegensatz zu Fazzebook wollen wir ja ein sachliches Feedback mit allen Seiten.

Einige der Kritikpunkte muss ich zwar bestätigen aber viele waren für uns wenn überhaupt lediglich ungünstig.

- Anreise: TOP!
Angereist Dienstagabend sind wir binnen 15 Minuten über die Black Earth zum Green Campin gelotst worden. Problemlos! Einzig die Glaskontrolle hätte man sich sparen können ("Hab ihr Glas dabei?" ... "Nö!" ... "Nutella?" ... "In Plastik!" ... "OK, könnt fahren"). Nicht, dass es uns gestört hätte, aber die Kontrolle bringt nichts. :wink:
2008 bei meinem letzten Breeze war die Kontrolle aber auch schon von penibelst bis lasch schwankend.

- Green Camping: Super!
Von Einweisern die uns sogar von sich aus helfen den Anhänger optimal zu parken, über die "himmlische" Ruhe nachts und saubere (!!!) Campflächen am Sonntag hin zu Dixxies die gefühlt alle 2 Stunden geleert werden wo man nie länger als 5 Minuten ansteht alles perfekt! Weiter so! Allerdings haben wir keine Müllsäcke bekommen können. Weder das Duschcamp (entweder nicht zuständig oder Verständigungsproblem) noch die GC-Schleuse hatten welche.
Abreise Sonntag Vormittag 10 Minuten, besser geht's nicht.

- Infield/Bühnen: Sehr gut!
Da ich mit 2008 doch schon lange nicht mehr da war hat sich natürlich einiges verändert. Im Vergleich mit anderen größeren und kleineren Festivals finde ich die Struktur aber sehr gut. Kurze Laufwege (es ist immer noch ein 35.000+ Festival, dass da nicht alles nebeneinander steht ist klar) und infrastrukturell (bis auf die Sanitärsituation) gut. Das Zelt hab ich persönlich nicht vermisst. Auf anderen Festivals herrscht da immer nur ein Mief bei bedingt schlechtem Sound. Open Air passt und bietet einfacheren Zugang und mehr Platz. T-Stage soundtechnisch gelegentlich etwas drucklos und suboptimal abgemischt. Vom Sound die schlechteste Bühne. In wie weit das aber dem Veranstalter anzukreiden ist sei dahin gestellt. Andere Bands haben bewiesen dass es gut klingen kann.
Sound auf der Summer-/Breezestage (warum auch immer zwei Namen) fast immer top. Bei Korn grenzwertige Basssalven, aber die dürften an der Band selbst liegen. :twisted:
Die Hauptbühne als Dreh-Bühne zu bauen war eine sehr gute Idee. Wenn ich zwei Bands hintereinander sehen will bleib ich einfach stehen. Und entgegen der häufig angeführten Kritik, dass man ja dadurch, dass die Leute sich nicht bewegen müssen nie durch kommt, bin ich selbst bei Amon Amarth, HSB und Korn locker rechts aus dem zweiten Wellenbrecher raus, hinter den Türmen durch zu Getränkeständen und den Pissrinnen und entspannt zurück zwischen die Türme gekommen. Derart viel Platz und entspanntes Stehen während Bands hatte ich noch NIE vor und zwischen den Türmen auf einem Festival. Die Menschenmenge ist einfach immer an den Seiten stehen geblieben und nicht weiter in den zweiten Wellenbrecher hinein. Daher satt Platz selbst bei Headlinern. Bei Kreator hatte ich (vermutlich wetterbedingt) mindestens 6-7 Meter niemanden vor mir und das zwischen den Türmen.
Im ersten Wellenbrecher war ich nur tagsüber mal. Auch kein Problem mit der Wegeregelung auch wenn ich die Sinnhaftigkeit noch nicht ganz verstehe. Hat in den Wellenbrechern dahinter auch ohne die Regelung top funktioniert. Aber da gibts ja vllt. interne Gründe. War uns auch egal, da wir denk ich aus dem Alter raus sind in den "Kindergarten" vorne bei großen Acts zu müssen. Der Sound weiter hinten ist erfahrungsgemäß eh meist besser und alles entspannter. :D
Die Leinwände und die Bühnenoptik/-Drehkonzept top! Bitte beibehalten. Besonders kleinere Besucher wie meine Frau freuen sich darüber.
Der Aufbau des Infields/Battlefield gefällt mir insofern gut. Ob der Käfig im ersten Wellenbrecher zielführend ist und nötig weiß ich nicht. Stört mich zwar nicht, aber scheint einige genervt zu haben. Auch wenn ich das Argument "da muss ich ja rausrennen um Bier zu kaufen und ganz außenrum wieder rein" nicht nachvollziehen kann. Es gab doch entgegen der Map einen Getränkestand im ersten Wellenbrecher, oder? Zumindest haben wir da Donnerstags was getrunken.
Die Einlass-Schleusen waren für uns auch nie ein Problem. Außer Mittwochs mit 10 Minuten haben wir nie länger als 1 Minute anstehen müssen. Ich als Kiltträger hab sogar trotz Tasche in den Taschenschleusen nie mehr als zwei Leute vor mir gehabt. Aber das mag auch glückliches Timing gewesen sein. An Stoßzeiten sah es aus, als ob A mehr Schleusen zu öffnen wären und B evtl. generell mehr Schleusen nötig wären bzw. besser zwischen Taschen und Non-Taschen aufgeteilt. Für uns kein Problem in Summe aber evtl. optimierungsfähig.
Der Festival-Merch sollte auf mindestens zwei Stände verteilt werden. Die Schlange war teils kreuz und quer durch den Eingangsbereich. Wir haben zwar nur 1,5 Stunden angestanden, das aber auch nur weil einer sich schon mal aus Desinteresse an der aktuellen Band angestellt hat. Personal zwar sehr flott, aber zu wenige Verkaufsfläche.

- Sanitär: suboptimal mit Ausnahmen
Da es schon oft genug bemängelt wurde nur kurz: Dixies am GC top (immer fast frisch, Schlange durchaus akzeptabel), viel zu wenige Pissrinnen/-Pilze bzw. mehr als ein Standort würde die Schlangen verkürzen, die eine Wasserstelle zwar super, aber mehr davon wären bei dem Wetter sehr gut, Sanitärsituation an der T-Stage Katastrophe. Zudem war die eine Wasserstelle recht versteckt, aber wer den Plan lesen kann konnte durchaus hin finden. Vllt. ein Schild mehr.
Die Duschen am GC waren in Ordnung. Temperatur außerhalb der Stoßzeiten gut. Allerdings wäre evtl. über den Einsatz von zum einen motivierterem Personal (die Damen und Herren saßen und schliefen da bis Freitags nur obwohl es teils nicht mehr schön drinnen war) und (soll nicht diskriminierend klingen) zumindest einer in Grundzügen deutsch- oder englischsprachigen Person nachgedacht werden. Auf Nachfragen bekam man aufgrund der Verständigungsproblematik meist keine Antwort und das Kassenpersonal fühlte sich nicht zuständig. Vllt. auch ein, zwei Secus.

- Bandauswahl: super
Da der Musikgeschmack sehr subjektiv ist lässt sich da streiten. Da selbst Megadave (dem ich nochmal ein Chance geben wollte aber mal wieder völlig enttäuscht war von deinem Geheule) soundtechnisch an sich gut war und die knapp 30 Bands die wir gesehen haben alle gut drauf waren, nichts zu mäkeln. Lineup sehr gut. Mit Amon, InEx, Dark Tranquility, Korn und Devin Townsend super Bands gesehen.

Alles in Allem ein sehr gelungenes Festival. Die Entwicklung von 2008 zu heute gefällt mir, wenn ich auch hoffe, dass es mit dem Wachsen an Größe sein Limit erreicht hat. Ansonsten läuft man Gefahr wie der große Kumpane im Norden zu groß und überlaufen zu werden. Aus dem Grund sind wir unter Anderem auch auf Breeze gekommen. Insofern werden wir vorausgesetzt das Lineup, was immer noch der Hauptaspekt eines Festivals ist, stimmt gerne wieder kommen. Punkte wie die Sanitärsituation sollten angegangen werden, stellen aber kein unlösbares Problem dar denke ich. Das Gros meiner Kritikpunkte ist Jammern auf hohem Niveau, daher hab ich bis auf die Sanitärsituation (für uns lediglich im Infield) keine ernsthaft schwerwiegende Kritik. :)

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Anvar666 » 24. Aug 2017, 08:46

Ein kleiner Tadel und eine größere Bitte: Könnt Ihr nicht für 2018 die Parktickets wieder mit im Vorverkauf anbieten? Ich verstehe nicht, warum es für euch besser sein sollte, die Tickets nur vor Ort zu verkaufen. Wir hatten als Tagesparkplatznutzer am Dienstag elendig zu tun, uns so ein Teil zu besorgen. Und mit den Verwarnungs-Briefen an den Scheiben der Autos ohne Parktickets war man ja sehr schnell. Das könnte man vermeiden, wenn die Leute sich ihre Parktickets schon zu Hause auf die Scheibe pappen könnten. Dankt mal drüber nach, danke.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Lord Seriousface » 24. Aug 2017, 11:52

Das wäre echt extrem begrüßenswert! Bisher muss man sie ja leider wieder vor Ort kaufen, wenn ihr die Parktickets aber doch noch zum vorbestellen anbieten könntet, wär das echt eine Erleichterung! 2016 hat das doch top funktioniert! :)
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Zhalia » 24. Aug 2017, 20:40

So dann will ich auch noch meine Senf dazu geben :)

Auch bei mir war es heuer mein 9. Summer Breeze (theoretisch mein 10. hätte ich letztes Jahr krnakheitsbedingt nicht daheim bleiben müssen ^^) und es ist im Laufe der Jahre im Großen und Ganzen immer besser geworden.
Die Organisation ist einfach top und ich komme jedes Jahr wieder gerne.

So nun zu dem, was mir heuer positiv aufgefallen ist:

- Die neue Summer Breeze Stage ist der Hammer. Auf die Idee, dass es sich um eine drehbare Bühne handeln könnte wäre ich nie gekommen. Der Sound war im Großen und Ganzen immer super (außer bei Eluveitie, welche ziemlich Bass- und Gitarrenlastig waren. Man hat die ganzen Folkinstrumente kaum gehört. Aber dafür kann das Summer Breeze nichts)

- Die T-Stage ohne Zelt hat mir deutlich besser gefallen, da einfach der Sound um ein vielfaches besser war. Ich wäre dafür das Zelt wegzulassen

- Die Dixis am Campingplatz waren in unserem Fall immer sauber (wir haben gleich beim Fußgängereingang gecampt) und teilweise auch mit Desinfektionsmittel ausgestattet. Das fand ich sehr gut.

- Die Anreise verlief in unserem Fall auch optimal. Wir sind gleich bis zu den Schleusen durchgekommen und mussten dann, bis wir auf dem Campingplatz waren, höchstens eine halbe Stunde bis Stunde warten. Keine Ahnung wie das gegangen ist, aber nächstes Jahr bitte wieder so

So und nun zum Negativen:

- Was mich am meisten gestört hat und auch schon des Öfteren angesprochen wurde, war die Toilettensituation im Infield. Es waren definitc zu wenig Toiletten, vor allem an der T-Stage. Ich kann die männlichen Besucher schon verstehen, dass sie sich halt einfach an den nächsten Zaun stellen, bevor sie ewig auf ein freies Dixi warten, auch wenn der dadurch entstehende Matsch/Schlamm einfach nur eklig ist. Auch oben bei der Summer Breeze Stage war es nicht wirklich besser, außer rechts von der Bühne. Die Pissrinnen dort waren gleich zu sehen und wurden auch brav genutzt ^^

- Einweisung am Campingplatz. Wären unsere ursprünglichen Nachbarn (deren Zelt ungefähr die Länge von meinem Auto (Opel Corsa) hatte) nicht so nett gewesen und hätten die Ordner gefragt, ob sie wo anderes campen dürfen, hätte der Platz hinten und vorne nicht gereicht. Man wurde einfach zu eng aneinander gestellt. Vor allem, da die Leute anscheinend immer größere Zelte für weniger Personen mitbringen (z.B. ein 4-, 5-Personenzelt für gerade mal 2 Leute)
Ja ich weiß es ist nicht leicht ca. 40.000 Leute auf dem Campingplatz unterzubringen, aber irgendwas sollte geändert werden. Leider habe ich nur selber keine Idee, wie das funktionieren soll :(

Neutral

- Das neue Wellenbrechersystem: Ich weiß noch nicht so genau, was ich davon halten soll.

So das war es auch schon von meiner Seite aus. Zum Abschluss möchte ich nur noch schnell meine Highlight von diesem Jahr kundtun:

- Cantus Buranus: Danke, dass ihr es geschafft habt, die nochmal zum Summer Breeze zu holen. Einfach nur geil
- Wardruna: Mein Highlight schlechthin. Es war eine unglaubliche Atmosphäre. Wardruna dürfen gerne mal wieder kommen
- Feuerwerk am Samstag :D

Bis nächstes Jahr (Ticket wird Anfang September geholt) und nochmal Danke für ein geiles Jubiläumsbreeze

-

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von glas » 25. Aug 2017, 01:10

Atropin hat geschrieben:
20. Aug 2017, 22:10


Generell hat man das Gefühl das Festival platzt aus allen Nähten. So manche Sache sollte der erhöhten Besucherzahl angepasst werden.
Aber das kam mir schon letztes Jahr so vor.



Metal Leute,

Ich hab mal alle mögliche Information nach offiziellen Zahlen gesucht und daraus eine Grafik erstellt. Die Info stammt von Achim, Polizeiberichten, und 2012 von der Abendzeitung München.

Bild

Wenn man lesen muss, dass auf dem gc einfach nicht genug platz war stimmt organisatorisch was nicht. Die flächen werden immer mehr, die Besucherzahlen steigen nur leicht an/gleichbleibend seit 2012. Wohin geht der Platz? Wir hatten dieses Jahr wieder mal zu wenig platz und mussten unser Pavillon mit den Nachbarn teilen. Scheinbar ist seit den letzten Jahren mit so wenig Platz geplant, zumindest für früh anreisende. Für uns gibts da nur den weg zu reservieren die nächsten jahre, ist halt auch für nachzügler nice..

Als achtmaliger Veteran will ich auch noch meinen restlichen Senf verteilen, passend in senfgelb

Positives:
+ naise stage mit sehr gutem Sound(die pain ist verschwunden, auf der konnt ich noch nie was sehen^^)
+ super freundliches Personal( Getränkestände an der main)
+ das breeze wird von den Besuchern internationaler
+ Fernsehübertragungen
+ keine Pfandsammler
+ Rücksicht von Kritik
+ gute orga im Allgemeinen




Negatives:
- kein Zelt, fettes Minus. Das zelt bietet Schutz bei allen wetterlagen. Und bietet atmosphärischen Bands Dunkelheit und isoliert,dass einerseits nicht der gesamte Campingplatz beschallt wird, und andererseits man die Acts auf anderen Bühnen nicht hört. aller kritik entgegen war Marduk im Zelt vor ein paar jahren das beste Sounderlebnis, das ich jemals auf einem festival hatte, und es war außer einmal bei eisregen nie katastrophal.

- Camel Stage: Bei der Bühne kommt einfach kein Metal Feeling auf. Die Bühne ist immer gleich, vielleicht kann man da ein Breeze Design einbringen mit Camel logo oder so? Auch nervig: Die Musik noch bis direkt vor dem Gig/während dem Soundcheck und teilweise zu große bands auf der Camel Stage.

- Getränke teuer. 10€/Maß tut schon weh. Vor allem da mit keiner Preissenkung zu rechnen ist.

-keine Pisspilze

-Information Sturm: ein kurzes statement auf der facebook seite oder ähnliches, ob der zeitplan eingehalten wird oder so wäre ziemlich nice

-Merch: Lieblos. Mehr fällt mir da nicht ein. Da plant man eine mächtige Bühne und kommt nicht auf die idee, dazu ein Shirt zu machen?! die fans damals einzubeziehen ist super angekommen(ich hab auch ein shirt eingeschickt^^), das könntet ihr mal wieder machen.

-Feuerwerk: Ist zwar schon nett anzusehen, aber weiß nicht ob man das jedes jahr braucht. Und: Teilweise sind funken auf zuschauer/in den tower geflogen, querschläger gabs auch..

-Running Order: wenn 98,4% der besucher so oder so nicht die Möglichkeit haben!!!! :? , die special shows im Zirkuszelt zu besuchen, haben diese mMn auch nix auf der running order zu suchen, weil sie so oder so irrelevant sind. Dass die RO so spät stand passiert mal, schöner wäre schon früher..

-extrem teures bandmerch: Korn shirt 30€/pulli 60€. Vielleicht könnt ihr in eurer Position was machen, damit man nicht so hart gefickt wird. :lol:

-zu wenig platz: siehe oben
SUMMER BREEZE 10/11/12/13/14/15/16/17
yourmomskidney hat geschrieben: Bist du politisch wirklich so drauf wie du drauf bist weil du es MEINST oder hast du zum Beispiel nur was gegen Juden weil Varg Vikernes es so sieht und du möglichst Black Metal sein willst?

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Anvar666
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Anvar666 » 25. Aug 2017, 07:17

glas hat geschrieben:- Camel Stage: Bei der Bühne kommt einfach kein Metal Feeling auf. Die Bühne ist immer gleich, vielleicht kann man da ein Breeze Design einbringen mit Camel logo oder so? Auch nervig: Die Musik noch bis direkt vor dem Gig/während dem Soundcheck und teilweise zu große bands auf der Camel Stage.
Da gebe ich dir Recht. Das einheitliche Design von Hauptbühne, Soundtürmen und den Towern für die LED-Infotafeln war einheitlich und sehr ansprechend. Wenn man die Camel und die T-Stage sowie die beiden Merchstände auch noch in dieses Gewand packen würde, wäre das sehr erfreulich fürs Auge. :)
glas hat geschrieben:-Merch: Lieblos. Mehr fällt mir da nicht ein. Da plant man eine mächtige Bühne und kommt nicht auf die idee, dazu ein Shirt zu machen?! die fans damals einzubeziehen ist super angekommen(ich hab auch ein shirt eingeschickt^^), das könntet ihr mal wieder machen.
Auch hier meine Zustimmung. Warum z.B. nicht ein Shirt in der Basisfarbe des Bühnendesigns (rotbraun) anbieten. Hauptsache, mal von ewigen 0815 Standard abweichen.

glas hat geschrieben:-extrem teures bandmerch: Korn shirt 30€/pulli 60€. Vielleicht könnt ihr in eurer Position was machen, damit man nicht so hart gefickt wird. :lol:
Ich kaufe seit 2015 eigentlich nur noch Bandmerch, das man so ohne weiteres nicht auch im Internet oder direkt bei den Bands bekommt, wie dieses Jahr z.B. das AMON AMARTH Special SBOA Shirt oder das von HUMILIATION. Das DARK TRANQUILLITY Shirt "Gothenburg Death Metal since 1989" wurde z.B. für 25 Euro am SBOA vertickt, im Netz bekommt man es für 18 Euronen. Das ist schon ein krasser Aufschlag. :o :evil: Daß es auch anders geht, bewiesen (wieder) HUMILIATION (15 €) und TRAGEDY (10 €). Die KORN Preise wären für mich ehrlich gesagt ein Grund, mich nach einer anderen Band umzusehen, die ich mit meiner Kohle supporten will. :roll:
Zuletzt geändert von Anvar666 am 28. Aug 2017, 07:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von AkumaAfterglow » 27. Aug 2017, 23:03

Mich nerven ja grundsätzliche Designentscheidungen. Nicht nur bei den Shirts, die ich nahezu alle äußerst bescheiden fand, sondern auch beim Logo. Warum genau musste man das ändern? Vielleicht sind das nur Kleinigkeiten, gleichzeitig frage ich mich aber gerade im Bezug auf das Logo, welche Notwendigkeit da überhaupt bestand, dass man sich dazu entschieden hat, diesen Allerweltsschriftzug nun zu verwenden?

Ich habe das auf Facebook schonmal geschrieben: Gerade im Metalgenre gibt es mittlerweile so viele großartige Artworkdesigner (neue wie ältere Eisen), warum versucht man in dieser Richtung nicht mal mehr? Necrolord, Eliran Kantor, Mark Cooper, Paolo Girardi (hatte Nick Keller, Costin Chioreanu, Gyula Havancsák, Kris Verwimp, Marcelo Vasco, Seth Siro Anton, Travis Smith, Wes Benscoter, Luciana Nedelea, Bahrull Marta und und und. Sorry, ich möchte nicht wie ein ewiggestriger Romantiker rüberkommen, aber wenn ich das aktuelle Merch mit dem von 2008, 2009 und Co. vergleiche, sehe ich persönlich da einfach einen Qualitätsverlust, weil vieles einfach sehr lieblos und cartoonig aussieht. Natürlich ist es subjektiv, aber wenn das die besten Künstler sein sollten, die ihr zusammenkratzen könnt, dann... puh. Nichts gegen die Designer, aber diese albernen Coremotive waren damals schon unansehnlich und wurden über die Jahre auch nicht besser. Wenn man wenigstens die Wahl hätte, aber heuer waren allenfalls das Reaper- und das Vikingmotiv eine Alternative, und selbst die waren schon nicht so berauschend.

Mir geht es dabei auch gar nicht darum, dass man sich diesbezüglich nun finanziell völlig verausgabt, aber wenn sich sebst 'ne indische Underground-Death-Metal-Band das Artwork eines Eliran Kantor leisten kann, sollte es auch einem größeren Festival möglich sein, zumindest mit 2 oder 3 Künstlern dieses Formats eine Einigung zu finden.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von baitalaoulouz » 28. Aug 2017, 06:05

Mich nerven ja grundsätzliche Designentscheidungen. Nicht nur bei den Shirts, die ich nahezu alle äußerst bescheiden fand, sondern auch beim Logo. Warum genau musste man das ändern? Vielleicht sind das nur Kleinigkeiten, gleichzeitig frage ich mich aber gerade im Bezug auf das Logo, welche Notwendigkeit da überhaupt bestand, dass man sich dazu entschieden hat, diesen Allerweltsschriftzug nun zu verwenden?

Ich habe das auf Facebook schonmal geschrieben: Gerade im Metalgenre gibt es mittlerweile so viele großartige Artworkdesigner (neue wie ältere Eisen), warum versucht man in dieser Richtung nicht mal mehr? Necrolord, Eliran Kantor, Mark Cooper, Paolo Girardi (hatte Nick Keller, Costin Chioreanu, Gyula Havancsák, Kris Verwimp, Marcelo Vasco, Seth Siro Anton, Travis Smith, Wes Benscoter, Luciana Nedelea, Bahrull Marta und und und. Sorry, ich möchte nicht wie ein ewiggestriger Romantiker rüberkommen, aber wenn ich das aktuelle Merch mit dem von 2008, 2009 und Co. vergleiche, sehe ich persönlich da einfach einen Qualitätsverlust, weil vieles einfach sehr lieblos und cartoonig aussieht. Natürlich ist es subjektiv, aber wenn das die besten Künstler sein sollten, die ihr zusammenkratzen könnt, dann... puh. Nichts gegen die Designer, aber diese albernen Coremotive waren damals schon unansehnlich und wurden über die Jahre auch nicht besser. Wenn man wenigstens die Wahl hätte, aber heuer waren allenfalls das Reaper- und das Vikingmotiv eine Alternative, und selbst die waren schon nicht so berauschend.

Mir geht es dabei auch gar nicht darum, dass man sich diesbezüglich nun finanziell völlig verausgabt, aber wenn sich sebst 'ne indische Underground-Death-Metal-Band das Artwork eines Eliran Kantor leisten kann, sollte es auch einem größeren Festival möglich sein, zumindest mit 2 oder 3 Künstlern dieses Formats eine Einigung zu finden.
Also ich finde das neue Logo zumindest nicht schlechter als das alte, welches ja eher auf ein Reggae-Festival hindeutete, zumal auch noch mit diesem Namen. Was die T-Shirt-Designs angeht, vermute ich mal, dass es dem Summer Breeze in erster Linie darum gehen wird, möglichst viele Tees zu verkaufen, was wohl mit diesen Designs gut funktioniert, jedenfalls wenn ich die kilometerlangen Warteschlangen vor dem Merch-Stand richtig deute.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Anvar666 » 28. Aug 2017, 07:54

baitalaoulouz hat geschrieben:
28. Aug 2017, 06:05
Also ich finde das neue Logo zumindest nicht schlechter als das alte, welches ja eher auf ein Reggae-Festival hindeutete, zumal auch noch mit diesem Namen.
Mit dem neuen Schriftzug (die Sonne ist ja erhalten geblieben und dreht sich auf der Homepage sogar :wink: ) habe ich persönlich auch kein Problem. Ja, er wirkt leicht military/stencil-mäßig, aber 0815 ist er nicht. Ihr könnt ja mal versuchen, den Font im Netz aufzutreiben. :) Und ich bin froh, daß die Schriftart jetzt länger als nur ein Jahr in Gebrauch zu bleiben scheint, das erleichtert mir die Arbeit beim Erstellen meiner Runnings Orders und Fotobücher ungemein. :mrgreen:
baitalaoulouz hat geschrieben:
28. Aug 2017, 06:05
Was die T-Shirt-Designs angeht, vermute ich mal, dass es dem SUMMER BREEZE in erster Linie darum gehen wird, möglichst viele Tees zu verkaufen, was wohl mit diesen Designs gut funktioniert, jedenfalls wenn ich die kilometerlangen Warteschlangen vor dem Merch-Stand richtig deute.
Aber neue Designer zu verpflichten, bedeutet ja nicht automatisch eine Verkürzung der Warteschlange. Vielleicht sind andere, frischere Designs ja im Gegenteil für noch längere Schlangen gut?! :wink: 8) Das käme zumindest auf einen Versuch an.
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