Tadel Behindertencamping & Co.

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FireHeart
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Tadel Behindertencamping & Co.

Beitrag von FireHeart » 20. Aug 2017, 21:08

Ich bin seit 2008 jedes Jahr dabei gewesen, was dieses Jahr zu meinem zehnten Breeze machte. Somit war ich bei der Hälfte aller Festivals dabei und habe schon einiges mitgemacht und über die Jahre viele Verbesserungen zum Besseren erlebt.

Seit 2016 campe ich (als Begleitperson) auf dem Platz für Besucher mit Behinderung und bin entsetzt, wie viel schlechter die Bedingungen dieses Jahr waren, im Gegensatz zu letztem Jahr.

1. Die Entfernung des Campingplatzes zum Infield ist locker doppelt so groß wie noch im letzten Jahr. Das Argument der befestigten Straße ist hinfällig, da die Leute trotzdem durch Matsch und Wiese mussten, um zu den Schleusen zu kommen. Für mich kein Problem, für meine gehbehinderte Freundin schon eher, die sich auf Matsch schwer tut und, wenn viel los ist, nicht in der an den Schleusen wartenden Menge stehen KANN.
Bitte setzt den Campingplatz wieder hoch und ermöglicht es den Leuten, die VIP-Wege zu benutzen.
Meine bereits im Thread zum Geländeplan geäußerten Bedenken bezüglich der Entfernung haben sich zu 100% bewahrheitet.
Hinzu kommen Aktionen wie dass Rollstuhlfahrer durch den Ausgang aufs Infield dürfen, alle anderen (trotz B-Bändchen) aber nicht. Zwischen Rollstuhlfahrern und "nicht ausreichend Behinderten" zu unterscheiden ist richtig uncool.

2. Die Menge der Dixis auf dem B-Camping war eine Zumutung. Zwei weitere, meinetwegen auch reguläre Dixies zusätzlich hätten schon eine riesen Erleichterung bedeutet. Ebenso wäre es klasse, wenn man an den Dixies Mülltonnen platzieren könnte für Inkontinenzmittel etc. Dann liegen die auch nicht mehr in der Wiese neben den Dixies ...

3. Die Entfernung zu den Spültoiletten.
Der "befestigte" Weg dorthin ist ein Hohn. Schotter UND Matsch zugleich und das auf der gesamten Strecke, um dann zu einer rollstuhlgerechten Toilette zu kommen, die man nicht abschließen kann und auf die jeder Depp gehen kann.

4. Keine rollstuhlgerechte Dusche auf dem Festivalgelände.
Wir hielten das zunächst für einen schlechten Witz. Leider ließ die Pointe auf sich warten. Ohne Worte.

5. Die Bändchenausgabe
Warum ist es so unvorstellbar, dass es Menschen gibt wie mich, die nicht mit der Gruppe anreisen und sich nicht am VIP-Container (warum ist das Ding überhaupt irgendwo am Ende der Welt?) anmelden können? Warum ist es so unmöglich, die Bändel für's B-Camping auf dem Festivalgelände am Einlass zu erhalten? Ich musste mich bis Donnerstagnachmittag mit der ausgedruckten PDF ausweisen, bis ich ein Bändchen bekam.

6. Keine Security am B-Camping.
Einweisung der Leute erfolgte durch die im Eingangsbereich campenden Gäste, jeder konnte reinkommen, wie er lustig war. Da hätte man sich die Umzäunung auch direkt sparen können ...

7. Die zugewiesenen Flächen waren ein Witz. Alle gleich groß, egal wie groß die Gruppe war, und man musste sich irgendwie mit den Nachbarn arrangieren. Wir füllten (ohne Autos!) zweieinhalb Flächen mit fünf Leuten und hatten Glück, dass unsere direkten Nachbarn offenbar gar nicht anreisten.


Es sind bereits am Donnerstag Leute abgereist, weil die Situation so vollkommen untragbar war und es den Besuchern mit Behinderung in diesem Jahr unglaublich schwer gemacht wurde.


Und dann noch ein bisschen mehr Tadel, der nicht mit dem Behindertencamping zusammenhängt:

- Die Bands auf der Main Stage haben die auf der T-Stage häufig übertönt. Besonders krass war es bei Amon Amarth und Moonspell. Richtet die Bühnen entweder anders aus oder stellt bitte um Himmels Willen das Zelt nächstes Jahr wieder auf.

- Kann man die Ficken-Stände nicht einfach allesamt anzünden oder denen zumindest die Musik abdrehen? Es nervt einfach nur.

- Welcher Superheld hat sich bitte diesen Käfig vor der Main Stage ausgedacht? Ich war da zum Glück nie drin, bei den Beschreibungen allein wurde mir allerdings ganz anders ...

- Kaltes Wasser bei den Duschen. Als ich am Freitagmorgen duschen ging, dachte ich, mich trifft der Schlag.


Mir blutet das Herz, aber alles, was dieses Jahr schief lief, hat mir die Lust geraubt, nächstes Jahr noch mal wieder zu kommen.

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