Eindrücke meines 19. SUMMER BREEZE

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PerAspera..
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Eindrücke meines 19. SUMMER BREEZE

Beitrag von PerAspera.. » 22. Aug 2017, 17:00

Vorab muss ich sagen dass war für mich (musikalisch) das beste Summer Breeze aller Zeiten. Und da ich seit 1999 noch nie eins verpasst habe, habe ich wohl einen guten Vergleich. Das ihr das nächstes Jahr nicht toppen könnt ist klar, dennoch hoffe ich dass da wieder ein paar Bands kommen auf die ich mich freue. Aber bei über 100 Bands lässt sich das ja kaum vermeiden :D

Bisher bin ich Mittwochs eher selten gekommen aber wenn man schon mal die Möglichkeit hat Amon Amarth "kostenlos" ein zweites Mal zu sehen muss man natürlich hin. Wie erwartet war es recht voll bis man mal vor dem Wellenbrecher war. Kaum zu glauben wie viele eng gepfercht hinten standen wenn vorne so viel Platz ist.

Donnerstag war Nachmittags nichts was mich so richtig interessiert hat daher bin ich erst gegen 19.30 ins Infield und war doch sehr (positiv) erstaunt wie schnell ich durch die Schleuse kam. Megadeth hatten einen fetten Sound und einfach Lust auf mehr gemacht. Amon Amarth überzeugten wie immer und hatten ne tolle Bühnenshow. Mit In Extremo habe ich mir eher die Zeit verkürzt, waren dennoch unterhaltsam. Erste und einzige musikalische Enttäuschung waren dann Ensiferum. Sowohl vom Sound (viel zu leise) als auch Songauswahl. Hatte mich im Vorfeld echt auf die gefreut aber irgendwie wollte der Funken nicht wirklich überspringen. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich mir wohl Wardruna angeschaut.

Freitag kurz nach 14.00 Uhr Schleuse zum Infield (hatten nen Rucksack mit Regenklammoten dabei) ebefalls im Nu durch. War echt begeistert. Mors Principium Est bei strahlender Nachmittagssonne haben bewiesen dass man auch auf der T-Stage einen guten Sound verbreiten kann. Dann die Zeit ein bisschen im Schatten vom Biergarten überbrückt bis Epica kamen. Eine kurzweilige Stunde vor der Hauptbühne. Kein Gedränge. Guter Sound. Schon mal den Platz für Eluveitie gesichert wo ich mehr Andrang erwartet hatte. Doch dank des neuen One-way-Battelfield Systems konnte ich die dieses Mal richtig genießen. Selbst der einsetzende Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. Eine sehr gute Show. Nach Eluveitie wollte ich eingentlich im Infield bleiben, da aber das Regenradar nach mehr aussah entschieden wir uns ins Auto zu gehen. Hätte zwar Children of Bodom angeschaut (mochte ich früher mal sehr) doch da in dem Zeitraum Starkregen angesagt war denke ich im Nachhinein eine gute Entscheidung. Pünktlich zu Insomnium waren wir wieder vor der T-Stage. Was soll ich sagen. Die haben mich live noch nie enttäuscht. Eine super Show, guter Sound und wie immer Melodien zum Verlieben. Nach Insomnium noch fast ne Stunde Kreator gesehen (Dank der 15-minütigen Regenunterbrechung). Hammer Auftritt. Die beste Bühnenshow und einen fetten Sound. Hätte nicht gedacht dass die 25 Jahre nach dem ich sie das erste mal Live gesehen haben noch immer so die Bühne rocken. Im Anschluß haben wir Wintersun angeschaut. Eine der besten Bands dieses Jahr. Spielfreude. Melodien, bombastischer Sound, geniales Licht-Effekt. Einfach nur wow. Warum man Amorphis auf 1.00 Uhr Nachts ansetzt erschließt sich mir nicht ganz, aber ganz klar dass ich die als großer Fan der erste Stunde auch anschauen musste. Leider dauerte es bis 1.30 Uhr bis die endlich anfängen doch das Warten hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Tomi Joutsen gelingt es jedes Mal mir mit seiner Stimme eine Gänsehaut zu entlocken. Guter Sound, tolle Songauswahl nur leider leider viel zu kurz da sie schon nach 45 Minuten von der Bühne mussten. 8O

Am Samstag ging es erneut erst Abends 19.00 Uhr für mich los. Abermals sehr schnell durch die Schleusen und im Nu vor der Hauptbühne. Das hab ich Samstag Abends schon schlimmer erlebt. Dark Tranquillity war für mich der erwartet geniale Opener des Tages. Mika ist einfach der sympathischste Frontmann aller Zeiten. Wie er den Rolli-Crowdsurfer empfangen und geherzt hat. Das war absolut authentisch. Auch wie ers sich dann selbst auf Händen tragend bis zum Tower und zurück hat transportieren lassen - unbeschreiblich. Leider ging die Stunde viel zu schnell vorbei. Das positivste bei diesesm Auftritt der erwartete Violant-Dance Moshpit und Wall of Death blieb völlig aus so dass man die endlich mal richtig genießen konnte. Auf dem Weg zu Asphxs noch schnell das Ende von Wolfchant mitgenommen. Überraschend guter Sound auf der Camel-Stage wo ich mich eher selten aufhalte. Tiamat habe ich schon sehr lange nicht mehr live gesehen. Und erst recht schon lange her seit der Wildhony. Für mich ein genialer Auftritt. Auch wenn Johann wohl recht berauscht war hat er jeden Ton getroffen und eine geniale (Doom) Show abgeliefert. War wohl für einige zu schwere Kost. Hab ich doch um mich rum einige nach der Hälfte gehen sehen. Auch wenn es zwischenzeitlich vor der T-Stage richtig frisch wurde war für mich Haggard das absolute Highlight des Festivals. Dieses Symbiose aus Klassik und Metal live zu umzusetzen einfach unglaublich. Und jedem einzelnen Bandmitglied hat man den Spaß angesehen. Noch nie hab ich so viele (Klassik) Musiker bei Haggard so abgehen gesehen. Ich war wie immer hin- und weg. Einen würdigeren (für mich) Headliner des Summer Breeze 2017 hätte es gar nicht geben können. Danke!

Einzige Kritik die ich dieses Jahr habe waren die fehlenden Urinal-Pilze bzw. keine Pinkelrinnen neben der T-Stage. Ich finde es lästig als Mann zum pinkeln aufs Dixi zu müssen, demzufolge haben viele an den Zaun daneben gepinkelt was leider 3 Tage immer unangenehm bei der T-Stage gerochen hat. Das kann mann bestimmt noch verbesseren aber ansonsten ein Rund-um gelungenes mega geiles Summer Breeeeeze Anniversary!
Dank der Club666 Mitgliedschaft sind auch die nächsten 3 Jahre SB gesichert wobei ich sicher bin dass es noch sehr viele mehr werden 8)
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Re: Eindrücke meines 19. SUMMER BREEZE

Beitrag von Kryppi » 22. Aug 2017, 18:02

PerAspera.. hat geschrieben:
22. Aug 2017, 17:00
Auch wenn Johann wohl recht berauscht war hat er jeden Ton getroffen und eine geniale (Doom) Show abgeliefert. War wohl für einige zu schwere Kost. Hab ich doch um mich rum einige nach der Hälfte gehen sehen
Also ich bin zwischendrin abgehauen, weil der Sound nicht so toll war. Das Drumset war zumindest weiter hinten nicht richtig abgestimmt, eine Drum war einfach viel zu laut. Gerade bei den instrumentalen Teilen war das einfach immer so ein Schlag ins Gehör, der mir die Entspannung gestohlen hat. Ich bin nach einiger Zeit aber wieder zurück, weil mir das Alternativprogramm zu dem Zeitpunkt deutlich weniger zusagte.

Den Gesang fand ich bei dem Auftritt auch nicht sonderlich toll, aber das ist wohl Geschmackssache.

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Re: Eindrücke meines 19. SUMMER BREEZE

Beitrag von Anvar666 » 22. Aug 2017, 21:33

Schöner Bericht, und meine volle Zustimmung zu AMORPHIS, DARK TRANQUILLITY und KREATOR. Aber zwei Sachen habe ich persönlich ganz anders empfunden. Zum einen fand ich WINTERSUN (auf die ich mich im Vorfeld sehr gefreut habe) extrem langweilig und Jaris 2 Posen-Gestik in Dauer-Rotation spätestens nach 10 Minuten nur noch nervig. Und zum anderen war für mich der Auftritt von TIAMAT der schlechteste des gesamten Festivals (von TURBOBIER mal abgesehen). So was schnarchiges habe ich das letzte Mal 1997 auf dem With full Force bei Tiamats "A Deeper Kind Of Slumber" Show gesehen. Und die Töne, die Herr Edlund getroffen hat, waren doch eher an einer Hand abzuzählen. Aber so unterschiedlich sind halt die subjektiven Wahrnehmungen....
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Re: Eindrücke meines 19. SUMMER BREEZE

Beitrag von PerAspera.. » 23. Aug 2017, 10:28

So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein... echt komisch dass ihr Tiamat mit die schlechteste Band des Festivals fandet. Selbst von befreundeten Musikern hab ich gehört dass sie Tiamat sehr gut fanden.
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