Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

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AkumaAfterglow
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Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von AkumaAfterglow » 20. Aug 2017, 11:55

"Endlich" wieder daheim (ihr wisst, wie das ist, wenn man nach 4-5 Tagen Festival einfach mal fertig mit der Welt ist) :D

Wie man dem Titel unschwer entnehmen kann, war ich dieses Jahr zum neunten Mal dabei (und werde natürlich auch nächstes Jahr wieder dabei sein), weswegen ich mich irgendwie auch "in der Pflicht sehe", meine Meinung zum Festival kundzutun - auch deshalb, weil der Austausch zwischen Organisation und Fans hier seither gut funktioniert.

Zu loben gibt es zunächst wie immer die weitestgehend astreine Organisation. Ja, ich weiß, auf Facebook stehen 3-4 Kommentare, die etwas Anderes behaupten, aber auf Facebook toben sich viele Spezialisten ohnehin sehr gerne aus, ohne präzise Angaben zu machen. Gerade in Bezug auf die Reinigung der Dixiklos, denn ich kann das als Greencamper bei den Plätzen N und O eigentlich nicht bestätigen, sie waren immer sauber. Was mich dort aber auch gestört hat, war der Umgang mit der Wasserstelle, bei der schon ab Mittwoch Abend nur noch eine Reihe funktionierte und offenbar keine Anstalten gemacht wurden, dieses Problem beheben zu wollen.

Bei diesem Organisations-Thema habe ich eigentlich "nur" zwei große Kritikpunkte, wovon gerade einer mich dafür umso mehr verärgert hat: Das neue Wellenbrecher-System vor der Hauptbühne (deren neues Konzept wiederum fantastisch funktioniert hat). Wer hat sich das ausgedacht? Sollte das nun sicherer sein? Ich habe bei mehreren Sicherheitsleuten freundlich nachgehakt, wie man denn dieses Konzept verstehen solle, aber eine richtige Erklärung wusste dafür niemand. Jedes Mal, wenn man sich etwas zu Essen oder zu Trinken holen wollte, musste man wieder außenrum latschen, nur um dann entweder nicht reingelassen zu werden oder sich durchquetschen zu müssen, weil links grundsätzlich IMMER (selbst bei Korn) noch sehr viel Platz war, da die Leute sich einfach nicht wirklich verteilt haben. Wenn das sicherer gewesen sein soll, fress' ich nen Besen, zumal diverse Zuschauerströme nach diversen Konzerten so unfassbar hoch waren, dass ein Stau/Gedrängel sondersgleichen eingetreten ist. Mir erschließt sich einfach nicht, was die letzten Jahre so schlecht gewesen sein soll, dass man ein solch katastrophales Konzept für nötig erachtet hat.

Der zweite Kritikpunkt lag beim Green Camping, bei dem einem versprochen wird, dass es auch schön ruhig sein wird (keine Aggregate, keine Ruhestörung in der Nacht etc. pp.). Blöd war halt, dass direkt daneben ein herkömmlicher Campingbereich war, bei dem mal wieder die üblichen Partygeier ihren Müll so extrem laut aufgedreht haben, dass irgendwann selbst in deren Umgebung ein Hupengewitter ertönt ist, weil sie sich völlig daneben benommen hat. Ist ja auch alles schön und gut, aber davon möchte man als Greencamper verschont bleiben, wenn es denn schon versprochen/angepriesen wird ;)

Nun ist aber auch genug, denn im Endeffekt ist und bleibt das Summer Breeze auch trotz solcher Dinge immer noch das beste Festival. Die Auswahl der Bands (und Genres) hat mal wieder wunderbar gepasst und ist gerade für eine Person wie mich, die kein Problem damit hat, nach Death und Black Metal auch mal Nu Metal in den CD Player einzulegen, ein wahres Vergnügen. Ganz besonders bedanke ich mich für Wardruna, die nicht nur den besten Gig des Jahres 2017 abgeliefert haben, sondern jetzt schon zu den besten Konzerten zählen werden, bei denen ich je erschienen bin. In Zukunft gerne mehr solcher "Nischenbands". Großartig waren auch Children of Bodom nach dem Ministürmchen, Korn und natürlich Dark Tranquillity, die sichtlich berührt waren. Will aber auch nicht zu viel zu den Bands schreiben, das hängt ja eh vom jeweiligen Geschmack ab.

Großartig waren auch einmal mehr Security und Grabenschlampen. Immer freundlich (zu mir, aber das kommt eben auch auf den Ton an, bedenkt das ;) ), sehr hilfsbereit (da murrt keiner, wenn man nach einem Wasser fragt) und grundsätzlich sowieso sehr kommunikativ. Das findet man einfach nirgendwo anders und gerade die Grabenschlampen sind einer der Gründe, warum sich das Breeze so "familiär" anfühlt, da sie einfach "dazugehören" und man das auch merkt. So oder so war die Atmosphäre mal wieder glänzend.

Durch das fehlende Zelt hat sich meiner Meinung nach auch das Soundproblem der T-Stage zum Guten gewendet. Bei InEx und Amon Amarth hat es am ersten Tag zwar noch nicht so geklappt, aber Decapitated, Insomnium, Suffocation, Benighted und insbesondere Architects war der Sound megafett. Ich muss aber zugeben, dass ich mit dem Sound dieses Jahr grundsätzlich wenige Probleme hätte. Bei einigen wenigen Bands war es manchmal etwas zu basslastig, aber insgesamt gab es da schon Jahre, in denen ich da mehr Anlass für Kritik gehabt hätte.

Gibt natürlich noch weitere Pluspunkte:
- Das Gelände war gut vorbereitet
- Die Anreise war trotz der Staus entspannt, die Einweisung beim Green Camping geschmeidig
- man hat sich nicht zum Aktionismus hinreißen lassen, so dass man mit allen nötigen Utensilien locker in den Bühnenbereich kam
- wieder einmal haben viele Underground Truppen eine Chance erhalten für Aufsehen sorgen zu können, teils auch aus extrem fernen Ländern (Humiliation waren geil!)
- Das Nahrungsmittelangebot bzw. die Getränke- und Essensstände waren abermals sehr abwechslungsreich, wobei ich mal wieder dafür bin, dass gerade bei den Getränke-Ständen und den mobilen Bierverkäufern vehementer nachgehakt wird, dass sie dringend mit der Schummelei aufhören sollten. Die Preise sind ohnehin hoch genug, da kann man zumindest erwarten, dass immer bis zum Strich befüllt wird. Vor allem beim Bier wird getrickst wo nur kann, sodass ich vier Mal die Bezahlung abgelehnt habe, weil der Becher zu 70% aus Schaum bestand

Nun bin ich aber fertig. Achja, was mir gerade noch so einfällt... warum gab es dieses Jahr keinen Wasserschlauch, mit dem die schwitzende Meute vor der Bühne erfrischt werden konnte? Die Temperaturen waren gerade Mittags teils schon ziemlich heiß, da hat das schon etwas gefehlt. Nichtsdestotrotz möchte ich mich mal wieder für ein gelungenes Breeze bedanken und kann an dieser Stelle nur ein "Bis nächstes Jahr" dalassen :)
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von hrafngaldr » 20. Aug 2017, 12:56

Dann gebe ich als achtmaliger Veteren auch meinen Senf dazu:

Negatives:

Größter Kritikpunkt waren für mich auch die Dixies. Wir waren auf der reservierten Fläche, als dann Freitags die Karren rumfuhren, wurde unsere Reihe nur zur Hälfte entleert, danach musste der wohl selber abpumpen. Blöd, dass der dann nie wieder kam, da wurde also nicht bei der letzten Nummer weitergemacht. Vllt. wäre ne Checkliste zum Abhaken der Dixienummern ne Idee...

Also mehrmals am Freitag beim Infostand beschwert, es kam keiner vorbei, das Schloss hatten wir den ganzen Tag schon entfernt, Klo war ja eh voll. Das Dixie war Freitagabend dann halt deutlich über Eichstrich. Samstag haben sich dann noch weitere Gruppen wohl beschwert, so dass während ich bei Benighted war tatsächlich der Wagen vorbei kam, aber wohl wieder vorbeigefahren wäre, hätte ein Kumpel ihn nicht aufgehalten. Langsam frage ich mich, ob der die große Nummer auf dem Klo überhaupt lesen konnte.

Ich fände es ja nicht so wild, wäre das Dixie auf der reservierten Fläche fürs gleiche Geld letztes Jahr nicht täglich geleert worden. Der neue Dienstleister ist um Welten schlechter als der vom Vorjahr, da bitte wieder Abhilfe schaffen.

Ansonsten wäre es schön gewesen, wenn die Leute von Govinda öfter mal durchs Camp gezogen wären, als wir heute abgeben wollten, war der Stand am Eingang zum Infield quasi weg. Habens dann halt einen extra Haufen mit den Säcken gemacht und als Pfand markiert.

Die Terminabsprachen für die Platzabnahme könnten auch etwas mehr Spielraum bieten, wir haben für nen Platz in den Flächen 1- 100 am Freitag nur noch nen Termin für 07:00 Uhr bekommen, das geht mit 20 Leuten, die dann auch großteils bis nach MGLA blieben einfach nicht so wirklich.

Das neue Einlasssystem an der Summer/Breeze Stage hab ich wie mein Vorredner auch nicht kapiert und ich fands eher schlecht, während eines Konzerts Trinken holen ist damit ein einziges Elend.

Positives:

Die neue T-Stage fand ich großartig, dort habe ich auch die meiste Zeit verbraucht. Camel war einige Male zu laut, hat mir zB Schammasch komplett verhunzt. Aber das dürfte ja eher der Band direkt obliegen?

Weitere Pluspunkte:

- abgesehen von der Dixiesituation mit unserem reservierten Klo wie immer top organisiert
- Apfelwein, wirklich geil. Schön sauer, perfekt bei der Hitze teilweise. Hab am Infield kein Bier mehr gekauft :D
- Essenauswahl wie immer top
- Becher der Vorjahre zahlreich vorhanden, zumindest bei den Apfelweinständen. Konnte meine Kollektion so wie ich das bisher sehe fast vervollständigen :D
- Einlass zum Infield ging recht flott über die Bühne, obwohl m.E. sauber kontrolliert wurde. Habe erst bei den Architects von Barcelona erfahren, danach zogen die Kontrollen gefühltdurchaus nochmal an (wobei das m.E. dann auch nicht mehr nötig wäre)
- sehr viele Top Acts, gerade auf T-Stage und Camel Stage war imho eine sehr hohe Qualität geboten.
- Mr. Hurley war auf der Main. Ernsthaft, das war geil. Um 11:00 Uhr soviele Leute da vorne.
- die Club666 Sache finde ich eigentlich ganz gut, hab mich mal registriert
- Direktfahrt von Ansbach ans Gelände Fa. Grimm

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von vacilar83 » 20. Aug 2017, 12:58

hrafngaldr hat geschrieben:
20. Aug 2017, 12:56
Dann gebe ich als achtmaliger Veteren auch meinen Senf dazu:

- die Club666 Sache finde ich eigentlich ganz gut, hab mich mal registriert
Hast du eine Bestätigungs E-Mail bekommen? Ich leider bisher nicht
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von hrafngaldr » 20. Aug 2017, 13:24


Hast du eine Bestätigungs E-Mail bekommen? Ich leider bisher nicht
Bisher nicht, keiner bei uns, drei haben sich registriert.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von vacilar83 » 20. Aug 2017, 14:00

Ok, dann ist zu erwarten dass dies gesammelt geschieht wenn 666 Interessenten angemeldet sind.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Santori » 20. Aug 2017, 14:13

Nachdem hier schon so viel über Dixis gesagt wurde hier eine Einschätzung von mir (10tes Mal auf dem Breeze gewesen und dabe nie Dixi-Probleme gehabt) bzw meiner Truppe:

Es lässt sich ganz einfach sagen: Ich habe keine Ahnung wie gut die geleert wurden weil ich kein einziges Mal eines besuchen KONNTE, weil sie schlichtweg nahezu nicht existierten. Wir waren auf den reservierten Flächen in der Nähe vom Ochsen-Stand und es gab in der Nähe einfach kein eDixis. Auch die Stewards vor Ort mussten uns zu ihren eigenen Ärger durchgehen enttäuschen. Es haben also alle in der Nähe die kein reserviertes Dixi-Klo gehabt haben den Zaun zum Wald genutzt oder sind gar in den Wald rein...

Leider auch auf den Weg zu den Stages fehlten mir Dixis. Im Infield waren zwar welche meiner Meinung nach aber zu wenig.

Letztes Jahr war die Dixie Situation nahezu traumhaft organisiert und gestaltet und dieses Jahr, meiner Meinung nach, eine absolute Katastrophe!
Warum nur so wenige Dixies, warum nur an bestimmten Orten Dixies (die nicht viel sind), wo sind die wundervollen Pissoir-Türme hin?

Ebenso fehlte mir, was es letztes Jahr noch gab eine Wasserstelle im Infield, Spültoiletten im Infield und die herlichen Duschen auf den WEg hoch bzw runter zur STage.

Dies waren für uns eigentlih die 2 "gröbsten Fehler"

Sonst war wie gewohnt alles Super!

Die neue Bühne ist einfach nur fett geworden und der Sound vor Ort war bei mir fast immer einfach nur genial!

Großes Lob von meiner Seite auch an die Securities die immer nett höflich freundlich waren und es wirkte als lieben alle diesen Job und haben absolut Bock drauf, Hierzu zählen natürlich auch die Grabenschlampen, welche auch bei Sonata ARctica mal einen Circle-Pit zu dritt im 1. WEllenbrecher machten und die Leute mit Wasser zum Abkühlen versorgten -> TOP!

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von ensiferum52 » 20. Aug 2017, 14:14

:), komme seit 2009 jedes Jahr und wenn alle langjährigen Besucher posten dann tue ich es auch mal :).

Es gab dieses Jahr haufenweise Änderungen auf dem Gelände. Für mich das große Lob, denn alle haben zur Erhöhung der Sicherheit beigetragen.

Das System der Wellenbrecher (ja nervig war es :)). Konkret bringt das neue System aus meiner Sicht tatsächlich nochmal was. Wirklich jeder der vorne rein vor die Hauptbühne will muss nochmal durch einen Flaschenhals an der Security vorbei und ähnlich wie im Flugzeug kann hier bei jedem nochmal flüchtig gescannt werden und gegebenenfalls kann die Secu eingreifen. Was für mich ein netter Nebeneffekt war, dass man wirklich bei jeder Band ohne Probleme ganz vorne stehen konnte. Einfach rein und am Wellenbrecher entlang ganz nach links gehen. So entspannt hab ich Amon Amarth noch nie gesehen.

Das neue Konzept der Fluchtwege war durch durchweg gut. Das war in den letzten Jahren schon teilweise grenzwertig. Jetzt konnte man von allen Bühnen im Falle des Falles in mehrere Richtungen schnell weg.

Ein kleine Feinheit waren die Betonblöcke vorm Haupteingang an der Tageskasse/Busstation. Durch die konstanten Veregengungen wäre hier ein mit dem Auto in die Menge rasen aus meiner Sicht nicht möglich gewesen. Wieder ein großer Pluspunkt in punkto Sicherheit.


Einen kleinen Tadel hab ich bezüglich der Running Order. Inzwischen spielen zu viele durchaus bekannte Namen sehr spät bis 2 Uhr. Das schlaucht ganz schön. Fand die alte Regelung auf den Hauptbühnen besser, wo um 1 Uhr Schluss war und dafür die Bands am Nachmittag auch eher nur 40-50 Minuten gespielt haben.

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hrafngaldr
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von hrafngaldr » 20. Aug 2017, 15:56

Santori hat geschrieben:
20. Aug 2017, 14:13

Letztes Jahr war die Dixie Situation nahezu traumhaft organisiert und gestaltet und dieses Jahr, meiner Meinung nach, eine absolute Katastrophe!
Warum nur so wenige Dixies, warum nur an bestimmten Orten Dixies (die nicht viel sind), wo sind die wundervollen Pissoir-Türme hin?
Das ist mir auch aufgefallen, wir sind dann halt alle oft zu den Spültoiletten, aber auch bei meinen Runden übers Camp gabs irgendwie nicht wirklich Dixies. Einige sind daher auch häufig zum EMP Stand, die hatten wohl gute Klos. Da war ich selber nicht.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Lord Seriousface » 20. Aug 2017, 18:48

So, da wären wir dann mal wieder zu Hause. Die Schuhe sind geputzt, die Kutte genäht, das Festivalbändchen als neue Trophähe am "Schlüsselbund" verewigt, der erste Blues, dass schon wieder alles vorbei ist, verflogen. Ich war jetzt zum dritten Mal dabei und beschreibe hier mal meine Eindrücke, solange sie noch frisch sind:

Negatives:
- Vereinzelt hatte ich den Eindruck, dass der Sound ein wenig zu basslastig bzw. laut war. Bei manchen Bands schienen Bassdrum und Bass die Gitarren und den Gesang zu übertönen, besonders bei kräftigen Doublebassparts. So gings mir bspw. bei Memoriam oder Kreator auf der S/B-Stage, im Bereich der Wellenbrecherreihe bei den Türmen. Bei MGLA auf der T-Stage kams mir auch so vor, da standen wir vor dem ersten Wellenbrecher auf der rechten Seite der Bühne. Grundsätzlich war der Sound von weiter hinten immer über jeden Zweifel erhaben, das "Phänomen" habe ich immer nur im Bereich ab den Wellenbrechern beobachtet. Ich will natürlich keine ungerechtfertigte Kritik abgeben, deshalb stelle ich ein großes Fragezeichen hinter meinen subjektiven Höreindruck. Vielleicht lags hier und da einfach am Standort oder vielleicht sogar an den schlechten Ohrenstopfen...
- Ich hab gesehen, dass die "Uriniertürme" hinter dem Bauzaun bei der S/B-Stage auf Lager waren und die Leute sich reihenweise durch den Bauzaun in die Wiese erleichterten. Warum wurden die nicht aufgestellt? Das Ganze produzierte nach einer Weile einen recht unfeinen Geruch, besonders auch oben an der T-Stage.
- Warum wurde man (neuerdings?) nur noch durch das Eingangszelt in Richtung Tagesparkplatz rausgelassen? Wenn man nachts nach 03:00 Uhr mit geschwollenen Füßen rausgewackelt kommt und dann kurz vor dem Parkplatz umgeleitet wird, macht das keinen Spaß. Welchen Zweck hat diese Regelung? Das hab ich mich ernsthaft gefragt, denn wenn bspw. ein Rettungsfahrzeug rein muss, stehen die Leute auch auf dem Weg durch den Campingplatz erst Recht im Weg, weils dort viel enger ist und man ggf. mal in den Graben springen muss. Ich meine, der besagte Weg ist bei Fahrzeugverkehr ohnehin schon abenteuerlich, die 5 m an der Straße machen da meiner Meinung nach den Kohl nicht mehr Fett bzw. kommen mir weitaus weniger gefährlich vor, da breiter. Und die Straße überqueren muss man auch in jedem Fall.
- Die Pausen waren bei den Headlinerbands auf der S/B-Stage oft um die 20 min. lang, was dazu führte, dass man wegen der Verzögerung a) naja...warten muss und b) bei Überschneidungen mit der T-Stage von beiden Bands kaum mehr was gesehen hat. Bei den Bands, die parallel von 01:00 bis 02:00 Uhr spielten, taten die 10 min. dann doch ein wenig weh! Das Zweibühnenprinzip hatte da doch seine Vorzüge.
- Anscheinend hat das fette Lineup der T-Party den gewaltigen Stau am Mittwochnachmittag verursacht, da hätte ich fast noch UADA verpasst.
- Ich hab das Forentreffen nicht gefunden (dafür kann das Orgateam aber nix) :mrgreen: :mrgreen:

Positives:
- das hochwertige und abwechslungsreiche Lineup. Und auch wenn die Organisatoren das nicht wirklich in der Hand haben - die meisten haben so richtig geile Auftritte abgeliefert, denen man die Spielfreude richtig ansehen konnte (besonders Amon Amarth, Kreator, In Extremo, Wardruna, ...)! Auch hat das Summebreeze wieder mal ein besonderes Gespür dafür bewiesen, was gerade an Highlights und Newcomern unterwegs ist und auch nochmal die ein oder andere Exklusivität geboten (UADA, MGLA, Cantus Buranus, Spezialshows von Amon Amarth, Hatebreed, In Extremo, ...). Das hat mich bisher jedes Jahr aufs Neue begeistert (siehe auch Death to All 2015)!
- Abgesehen von dem oben geschilderten "Bassproblem" muss man aber festhalten, dass der Sound im Allgemeinen absolut fett und perfekt auf Metal und Co. abgestimmt ist. Trotz aller Wucht hört man trotzdem immer alle Instrumente und den Gesang super raus, und das von den meisten Orten auf dem Platz, das kriegen manch andere Festivals so nicht hin! Das ist keine leichte Aufgabe und verdient ein Lob!
- Die neue Hauptbühne sieht einfach toll aus! Und dass man in der doch so kurzen Zeit den Wechsel zweier aufwändiger Bühnenshows hinbekommt, ist doch ein Lob wert! 20 Minuten sind zwar keine 10 Minuten, aber objektiv betrachtet immer noch eine Spitzenleistung in Sachen Organisation!
- Die Organisation ist allgemein einfach klasse! Abgesehen von dem Stau am Mittwoch (den man nicht wirklich verhindern kann, wenn man drüber nachdenkt) musste ich noch nie irgendwo lange warten, weder am Tagesparkplatz, an der Eingangskontrolle, an den Essens- und Getränkeständen (es gibt einfach genug davon!), noch auf die Bands selbst, da es nie zu lange Pausen gibt. Mein Gemecker über die 20 Minuten Umbaupause ist dann echt noch Jammern auf hohem Niveau.
- Nach wie vor das super Preis-/Leistungsverhältnis des Festivals! Und dass man auch 2018 für zunächst rund 100€ besuchen darf!
- Das Sicherheitskonzept und die Neuerungen wie bspw. die Betonklötze unten bei Black Earth.
- Die gute Auswahl an Essen und Trinken, auch dass noch der ein oder andere neue Stand dabei war. Manche haben zudem, besonders für Festivalverhältnisse, ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis, meine Favoriten sind der Pulled Pork bei der S/B-Stage und der Hofladen, auch die schwarze Frikadelle mach immer wieder Freude!
- Das durch die Bank freundliche und hilfsbereite Personal!

Das sind soweit meine Eindrücke zu Lob und Tadel für 2017. Es sieht zwar nach viel Gemecker aus, aber unterm Strich ist es viel Jammern auf hohem Niveau und es bleibt ein fetter positiver Eindruck!! Wenn morgen der Vorverkauf für 2018 startet, kriegt mein Konto erst mal ein dickes Minus!! Unterkunft ist schon gebucht! :twisted: 8)


Ich geb’ dir einen Tipp, du Blödmann: Die Torten-Nummer ist überhaupt nur dann komisch, wenn der Getroffene Würde zeigt, wie der Kerl da! Hey, Hearl! Eine Torte für Lord Ernstvisage da drüben!

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von AkumaAfterglow » 20. Aug 2017, 19:07

Jetzt, da ihr es sagt, kommt mir auch die Erinnerung, dass ich tendenziell sehr wenig Dixies gesehen habe. Also auf dem Green Camping gab es einige, und direkt bei N meines Wissens nach auch (da waren acht Stück), aber gerade auf dem Weg zum Bühnengelände, der ja u.A. am VIP, den Fertigzelten und den reservierten Flächen vorbeiführte, waren eher weniger davon zu sehen. Ob man damit vielleicht mehr Leute zur Flat bewegen wollte? Ich weiß es nicht.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von HerrLampe » 20. Aug 2017, 19:21

Ich mach mal mit, wild durcheinander, ne Art chronologische Wahrnehmungsreihenfolge:

- Anreise/Schleuse: An sich wie üblich gut, sind wie jedes Jahr von Feuchtwangen durch die Pampa gekommen und waren recht zügig auf dem Platz (Anstellen in die Autoschlange bis Parken auf reserviertem Ground ne gute Stunde), Kontrolle und Bändchen haben gut funktioniert, ABER: Mir ist es das erste mal in all den Jahren passiert, dass wir was abgenommen worden ist. An sich, soweit so gut, kann passieren. Nur: Corpus Delicti war ein Drehmomentschlüssel zu Räderwechseln ( wer sich nix drunter vorstellen kann, sowas hier). Schwamm drüber, dass ich das Teil mit aufm Breeze, seit ich das entsprechende Auto fahre (2012) und die Leute vor und hinter mir was Baugleiches eines anderen Herstellers im Kofferraum hatten und nicht abgeben musste, weils halt nicht oben auf lag. Alles soweit komisch, aber gut. Aber wenn ich höflich frage, wieso zur Hölle mir jetzt etwas abgenommen wird, das zum Pannenequipment meines Kraftfahrzeugs gehört, erwarte ich auch in einer stressigen Situation, die es für die Ordner sicherlich ist, etwas anderes als "weil ich das jetzt sage". Das ist schlicht dumme, beschissene Kommunikation die mich relativ stinkig gemacht hat. Bonbon war dann heute beim Abholen der selbe Ordner, der mir nochn Spruch drücken musste. Heute habe ich dann immerhin noch erfahren, dass das ganze unter "verbotenes Werkzeug" fällt, weil man damit wohl einige verwendete Absperrungszäune auseinander schrauben könne. Aha. Konsequenz für mich: Nächstes Jahr liegt das Teil halt nicht für den Fall der Reifenpanne im Kofferraum oben auf sondern verschwindet ganz, ganz tief in der Ersatzradmulde.
@Roman: Es wäre schön, wenn der ABC-Punkt dann hier mal erweitert würde, denn "– Äxte, Messer mit einer Klingenlänge über 10 cm, Teppichbodenmesser, Motorsägen, Spaten bzw. Klappspaten und sonstige gefährliche Werkzeuge (Schlegel, Zimmermannshammer usw.), etc." schließt für mich bei aller Liebe auch mit viel Nachdenken keinen Drehmomentschlüssel ein, zumal viele Leute son Teil in der Karre haben. Ab davon: 10€ fürs "sichere Verwahren" sind schlicht unverschämt. Unabhängig davon, dass ich das Problem mit dem Werkzeug, das wie gesagt in vielen Autos zur Ausrüstung gehört, nicht sehe.

-T-Stage: Mittwoch hat Bock gemacht, Sound war ordentlich, Sicht von der linken Seite die Anhöhe runter ein sehr nettes Schmankerl, insgesamt gut. Das Mittelgroße Aber: Bei ruhigen Parts dröhnt die Hauptbühne ganzschön übel rüber. Gerade bei Haggard war der Finntroll-Hintergrundkrach doch eher unpassend. Packt wieder nen Zelt drüber, is eh schöner ;)

- Hauptbühne: ...und da war es nur noch eine. Das Bühnenkonzept ist sehr cool, der Sound war, mit Ausnahme von Korn (was für ein Bassmassaker) extrem gut, Hut ab dafür. Ich habe selten so etwas klares und sauberes auf nem Open Air gehört, allen voran Wardruna und Amorphis waren großartig. Unschön: Die Auslasssituation für den Bereich zwischen Bühne und erstem Wellenbrecher. Das dauert einfach zu lange und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das mit den zusätzlichen Notausgängen links und rechts im Fall der Fälle wirklich schnell geht. Kann da eventuell jemand was sagen, der bei den Bodomkindern war? Da ist doch vor ne zwischendurch leer gemacht worden, oder? Ansonsten unwichtiges Schmankerl am Rande: Ästhetik ist ja immer son Ding, aber die Plastikflankierung links und rechts fand ich ja eher so zum fremdschämen.

- Preise: Futterpreise gehen nach wie vor in Ordnung, Bier an sich auch, jedoch: Ich zahl 4€ für nen Bier, is ok. Ich erwarte dann allerdings, dass ich nicht jedes zweite mal darum bitten muss, dass auch wirklich 0,4 im Becher sind und sporadisch noch um mein Wechselgeld feilschen muss. Letzeres konnten gerade zur späten Stunde diverse Leute, mit denen ich über das Thema gesprochen habe, beobachten und ist, auch wenn ich euch als Veranstalter nichts da auf keinen Fall was unterstellen will, schlicht Betrug. Bekommt da eure Leute bzw euren Subunternehmer in den Griff, das hatten wir letztes Jahr zu weilen auch schon.

- Die Sanitärsituation war scheisse. Schlicht und ergreifend. Angefangen beim "privaten" Dixi auf der Reservierten Fläche, bei den die Leerung auf den späten Freitag Nachmittag einfach entschieden zu spät war (Arbeitsgruppe "Wir bauen einen Turm"), über die sportlich geringe Anzahl Sanitäranlagen auf dem Campground wie auf dem eigentlich Konzertgelände, bis hin zu dem Verzicht auf eine Pissrinne an der T-Stage (Arbeitsgruppe "Verzeihung, aber riecht diese Wiese nach Ammoniak?"). Gerade letzteres ist für mich absolut unverständlich, weil absehbar und in seinem Resultat - die geschlossene Herrenschaft pinkelt an den Zaun daneben - maßlos widerlich. Das sind alles Klamotten, die schonmal viel besser waren.

- Platz auf dem Battlefield: Ich bin ja selten da oben, aber vor Korn fand ichs, mit Verlaub, gruselig eng.

So, genug gemeckert. Insgesamt warens trotz der genannten Punkte wieder vier sehr großartige Festivaltage. Obs kommendes Jahr was wird, weiss ich noch nicht, weil ich irgendwo in dem Zeitraum August, September werde eine Doktorarbeit verteidigen dürfen. Aber wenn es sich irgendwie einrichten lässt, bin ich wieder vor Ort. Mit Drehmomentschlüssel. Ich schraub auch wirklich keine Zäune auseinander ;)

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von yavanna » 20. Aug 2017, 19:23

ich hab die Trinkwasserstelle im Infield auch schmerzlich vermisst :( hab nen Haufen Geld für Mineralwasser ausgegeben.
Bitte schafft die Trinkwasserzapfstellen im Infield wieder an :) so wie 2015, neben der Mainstage bei dem Dixieblock :)
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von AkumaAfterglow » 20. Aug 2017, 19:25

Bei den Bodomkindern war gar nicht so viel los zunächst, weil davor ja schon der Sturm aufzog und die Warnung kundgetan wurde. Als man dann aber paar Minuten später dort ankam und doch reingelassen wurde, wurde auch die Notschleuse dafür geöffnet und das ging eigentlich sehr fix. Trotzdem nervte gewaltig, dass man nur von einer Seite und von der anderen Seite rauskam, was wohl auch dazu führte, dass man, wie beispielsweise gestern Abend bei Korn selbst bei der Security irgendwann mal darauf gekackt und auch beim Exit reingelassen hat, da der Innenbereich eigentlich bei keiner Band 100% voll wurde.

Yavanna: Im Infield war eine Trinkwasserstelle. Das Dumme war halt, dass man ständig eine Weltreise machen musste, um wieder vor die Hauptbühne gelangen zu können, weil das Wellenbrechersystem dieses Jahr mehr als komisch war.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Anvar666 » 20. Aug 2017, 20:45

Auch wieder daheim. Den freien Fall ins "After-The-Festival-Loch" haben wir gerade mit dem der Rockpalast Aufzeichnung des AMORPHIS-Gigs etwas gebremst. Alles in allem war es ein sehr gelungenes Jubiläums-Breeze! Ich gebe morgen meinen ausführlichen Senf auch noch dazu, denn imho gibt es eine ganze Menge zu schreiben, sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Aber jetzt brauche ich erst mal Schlaf. Viel Schlaf.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Atropin » 20. Aug 2017, 22:10

So....10tes Breeze absolviert.

Wiedermal ein schönes und gelungenes Festival.
Jetzt ein paar Kritikpunkte/Verbesserungsvorschläge.

--Eingang/Ausgangkonzept Infield.Von rechts durch die Menge nach links sich durch zu kämpfen zum Ausgang um dann wieder außen nach rechts auf Toilette zu gehen.Katastrophe.

--Keine Goldkorn Stände mehr(Brötchen/Kaffee) und somit auch keine mobilen Kaffeeverkäufer. Am Green Camp der Stand(mit 3Mann besetzt) war völlig überfordert.

--Keine Stehpissoirs mehr.

-- Eingang zum Festivalgelände zu klein .Teilweise habe ich 40 min gewartet.Die Unterteilung mit der Taschenkontrolle bleibt mir immer noch ein Rätsel.

Generell hat man das Gefühl das Festival platzt aus allen Nähten. So manche Sache sollte der erhöhten Besucherzahl angepasst werden.
Aber das kam mir schon letztes Jahr so vor.

Ansonsten Bands/Sound/Green Camp und Organisation top wie immer.

Rock On!
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Rattenkoenig » 21. Aug 2017, 10:47

Tag zusammen,

gleich mal vorweg, damit das lästige Loben erledigt ist und endlich geschimpft werden kann :): Es war wie immer grandios, freue mich jetzt schon aufs nächste Jahr!

Ein paar Kritikpunkte sind mir zwar aufgefallen, diese aber bitte unbedingt als Jammern auf hohem Niveau verstehen - denn ich finde, für ein Festival dieser Größenordnung macht ihr wirklich verdammt viel richtig! Trotz 40.000 Besuchern fand ich es auch dieses Jahr wieder absolut entspannt und stressfrei bei euch, vor allem Dank der tollen Organsiation und des meistens sehr lockeren Personals (bei der einen oder anderen Einlasskontrolle vielleicht sogar ein bisschen zu entspannt... da kann man's dann auch lassen)

Also, los gehts:

Bierpreis: Das Bier an sich ist ja eh schon hart Geschmackssache und schmeckt so richtig eigentlich erst ab dem 7. (und dann auch nur bis zum 9. oder so...). Aber 4€ für 0,4 Liter?? Hochgerechnet sind das ja fast schon Touristen-Abzocker-Oktoberfestpreise, und das für ein qualitativ so überschaubares Bier. Waren wir nicht im letzten Jahr noch bei 3,50€? Wusstet ihr, dass es da so kleinere Münzen gibt, extra für mögliche Zwischenschritte? Mann muss doch nicht gleich auf den nächsten Euro aufrunden und mal eben schlappe 14% draufschlagen (werde mal meinen Arbeitgeber fragen, ob der nächstes Jahr 14% Inflationsausgleich gibt). Und als weiteren Bonus freut sich über einen Preis wie 3,70€ mit Sicherheit auch euer Thekenpersonal, ist nämlich wesentlich trinkgeldfreundlicher als ein runder Eurobetrag. Ich habe jedenfalls ziemlich häufig mitbekommen, dass gar kein Trinkgeld gegeben wurde.Ach ja, und wenn der eine oder andere Stand dann noch den 9€-Burger zum 4€-Bier serviert, na dann Glückwunsch...!

Und was das teure Bier noch unbekömmlicher gemacht hat, war das Einschenkverhalten eures Personals (natürlich nicht überall und immer, aber dieses Jahr schon gehäuft): uns wurden doch recht oft Becher vorgesetzt, die vielleicht beim ersten Einschenken (Schaum sei dank) mal halbwegs voll gewesen sein mögen, zum Verkaufszeitpunkt aber beim besten Willen nicht mehr! Da wurde zwar auf Nachfrage dann auch immer anstandslos nachgebessert, das muss aber trotzdem nicht sein, finde ich.

Genauso bei euren mobilen Bierjungs, die vor den Bühnen unterwegs waren. Die haben noch etwas häufiger wirklich schlecht eingeschenkt und waren dann auf Nachfrage auch nicht immer ganz so glücklich, nochmal nachzugießen - bzw. oft schon drei Reihen weiter, bevor man sich überhaupt wieder sortiert und den 2-Drittel-Becher bemerkt hatte. Zudem hat einer der Kollegen auch noch relativ dreist versucht, uns falsch rauszugeben - ungünstig, wenn er das gerade im schönsten Pyro-Schauer macht und wir alle sehen können, dass er anstelle der 2-Euro-Münze (von denen hatte er einige in der Hand) gezielt nach einem 50c-Stück sucht...

Zeltbühne: Das ist jetzt sehr subjektiv, aber ich vermisse das Zelt! Zugegeben, es hat dort spätestens ab Tag 2 regelmäßig barbarisch gestunken und der Sound war nicht immer optimal - aber gerade an richtig heißen oder nassen Tagen gab es nichts besseres, als sich mal für die eine oder andere Band im Zelt zu verkriechen. und ich persönlich fand da auch die Atmosphäre oft richtig gut, gerade nachts. Hatte dann was von Club-Konzert...

Hauptbühne: Bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie hier mein Fazit ausfällt. An sich ist die Bühne natürlich extrem bombastisch, macht optisch auf jeden Fall was her. Und organisiert habt ihr das meines Erachtens auch sehr gut. Ich habe beispielsweise selten eine Band von der Größenordnung Heaven Shall Burn so entspannt aus der siebten oder achten Reihe gesehen. Wer moshen wollte, konnte das tun, und wer keinen Bock drauf hatte, konnte ein paar Meter weiter seitlich (aber immer noch richtig weit vorne und im Infield) ziemlich gemütlich stehen. Top!

Gleichzeitig war diese tolle Organisation dann aber auch ein Nachteil, denn wenn man eine Band von weit vorne sehen wollte, musste man das immer ordentlich planen. zum einen musste ja jedesmal das gesamte Areal umrundet werden, weil der Zugang nur nur von einer Seite möglich war, und zum anderen standen wir teilweise eine ganze Weile Schlange und mussten darauf warten, ins Infield gelassen zu werden. Spontanes Schauen von weit vorne war damit quasi fast ausgeschlossen. zum Vergleich: In den letzten jahren musste man sich einfach nur zwischen die beiden Bühnen stellen (denn dort war es eigentlich meistens, selbst bei den Headlinern, erstaunlich leer) und konnte ziemlich flott nach links bzw. rechts zur Pain verschieben. Das war wirklich immer absolut entspannt, zudem hatte man auch noch die Leinwand direkt vor sich und somit jederzeit perfekten Blick auf alles.

So, mehr fällt mir grad nicht ein. Bitte weiter so, freue mich auf 2018!

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von BavarianPrivateer » 21. Aug 2017, 11:15

Es gab doch eine Wasserstelle bzw. Spültoiletten im Infield, die waren am linken Aufgang zur Hauptbühne, auch weit sichtbar gegekennzeichnet. Man musste nur an den Dixies vorbei, im Festivalguide waren sie auch als solche verzeichnet.

Ansonsten gebe ich vielen Vorrednern bezüglich der Toilettensituation recht, die war schlichtweg katastrophal.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von guitarheadi » 21. Aug 2017, 13:38

Na wenn hier schon die Veteranen posten schließe ich mich nach meinem 7. Mal auch mal an:
Leider hab ich dieses Jahr ein wenig mehr zu meckern als sonst, aber dazu später mehr. Konstruktive Kritik soll man ja mit den positiven Aspekten beginnen:
- Anreise: Wieder relativ stauarm, die Möglichkeit zur Dienstagsanreise entzerrt das Staugeschehen doch merklich.
- Security: Alle mit denen ich zu tun hatte waren freundlich und hilfsbereit, wenn mal was war. Besonderes Lob an den Kollegen (dessen Nummer ich mir leider nicht gemerkt habe), der uns direkt einen Sani organisiert hat, als wir unseren Kumpel am Mittwoch nahe der Wasserstelle bei I schlafend im Graben gefunden haben.
- Lineup: Wieder ein paar Granaten dabei, auch wenn für mich zumindest die großen Neuentdeckungen dieses Jahr ausblieben. Positiv auch, dass es dieses Jahr für mich nur eine Zeitkollision gab, die sich letztlich sogar von selbst gelöst hat.
- Polizei: Sehr engagiert und freundlich, das mit den Lautsprecherdurchsagen hat auch super geklappt. Extralob für die Durchsage am Samstag, doch bitte bei der Abreise auf Restalkohol zu achten und dafür, dass man auch einfach so bei der Polizeistation vorbeigehen und mal pusten konnte, bevor man überhaupt losgefahren ist. Das erspart im Zweifel viel Ärger. Beides bitte beibehalten!

Durchwachsen:
- Dixis: Einerseits zwar toll, dass so ein hochwertiges Modell aufgestellt wurde, bei vielen war sogar Desinfektionsschaum vorhanden, aber die Reinigung ließ zumindest bis Donnerstag bei uns auf L sehr zu wünschen übrig. Danach wurde es dann besser. Außerdem zu bemängeln deren geringe Anzahl
- Sound: Auf der T-Stage bei allem was ich gesehen habe sehr gut, ebenso auf der Camel Stage, oben bei der Summer Breeze Stage leider weniger. Bei den Emil Bulls hatte ich tatsächlich das beste Klangerlebnis bei bzw. in einem der Dixis rechts neben der Bühne, draußen klangen die Gitarren und der Gesang leider richtig scheiße, sodass wir nach der Hälfte runter zu Motorjesus geflüchtet sind. Im Anschluss bei Knorkator war es leider genauso mies. Dass es auch oben deutlich besser gegangen wäre, war am Freitag sehr eindrucksvoll bei Amorphis zu hören.

Und jetzt geht das Gemecker los:
- Besucher: Ja, da hat der Veranstalter leider wenig Einfluss drauf, aber ich habe das Gefühl, dass das groß angekündigte Jubiläum mit einem höheren Anteil an wirklich großen Namen als die letzten Jahre wieder eine Klientel angezogen hat, die mir schon 2013 sehr auf den Sack ging und die ich nach dem sehr angenehmen Publikum 2016 schon für auf andere Festivals weitergezogen gewähnt hatte. Ich schätze es normalerweise sehr, einfach mal ein wenig auf dem Campground rumzustreunern und mit irgendwelchen Menschen ein Bierchen zu trinken, wenn gerade keine für mich interessante Band spielt. Dieses Jahr waren leider sehr viele dabei, die einen selbst wenn man ihnen nur freundlich im Vorbeigehen zugeprostet hat schon der Meinung waren, unfreundlich sein zu müssen. Genauso nervig die Nachbarn, die trotz mehrfacher freundlicher Bitte der Meinung waren, von 7 Uhr morgens bis 3 Uhr nachts halb L mit lauter Musik beschallen zu müssen. Weiterer Kritikpunkt waren für mich wieder die vor allem auf den vorderen Plätzen gehäuft auftretenden Drecksschweine, deren Camps teilweise schon am Mittwoch total vermüllt waren und auch in vielen Fällen so zurückgelassen wurden. Sorry Leute, ich weiß, ein Festival ist kein Kindergeburtstag, aber durch so eine Kacke steigen im Zweifel auch die Ticketpreise mehr als sie im Anbetracht der normalen Inflation müssten.
- Wasserstellen: Werden von Jahr zu Jahr dünner gesät und haben teilweise gar nicht funktioniert. Wenn zu Spitzenzeiten mal weniger rauskommt ok, aber wenn ganze Reihen das halbe Festival außer Betrieb sind ist das nicht so toll. Auf dem Bühnengelände hätten es auch gern ein paar mehr sein können.
- Wegeführung: War da nicht mal die Rede von einer Art Einbahnstraßenregelung auf dem Bühnengelände? Hab ich in der Praxis wenig von gemerkt.
- T-Stage: Wieso kein Zelt mehr? Das war bei den sowieso spärlich gesäten Unterstellmöglichkeiten auf dem Bühnengelände in den letzten Jahren zumindest mal eine Option, immer einfach und schnell ohne Konsumzwang etwas Schatten oder Unterschlupf vor Regen zu finden.
- Lautstärke: Ja, ein Festival darf und soll lauter als Zimmerlautstärke sein, aber bei manchen Bands hats selbst mit Gehörschutz weh getan. Die Dosis macht das Gift.
- Abreise: Einen Großteil der hinteren Plätze über einen Weg abzuleiten, der an einer Kreuzung in die Hauptstraße einmündet, die null geregelt wird zeugt schon von einem besonderen Humor. So parkt man immer schön zuverlässig einen Haufen Leute im Stau. Wir wurden dann obwohl wir auf einem besagter Plätze waren so gegen 12 Uhr doch vorne rum rausgeleitet und ich habe dort Autos gesehen, die eine halbe Stunde früher losgefahren waren. Für mich persönlich also kein Problem, für die Betroffenen sicher ärgerlich. Immer schwierig, zumal bei dem was an Straßen vorhanen ist, aber da wäre zu prüfen, ob das nicht besser zu lösen ist.
- Club666 und ähnliches: Kundenbindung schön und gut, aber langsam wird der ganze Quatsch mit "Blind Tickets", "Club666" und was auch immer doch unübersichtlich. Fehlt nur noch, dass man nächstes Jahr am Bierstand mit Payback-Punkten bezahlen kann. Wers braucht, bitteschön, aber ich bin und bleibe ein Anhänger des Prinzips "Keep it simple and stupid".
- Feuerwerk: Echt jetzt? Wir sind doch hier nicht auf Wacken. Und wieso jeden Abend. Da verpulvert euer Geld doch lieber für ein paar mehr Wasserstellen ;)
- Schleusen: Mehr als einmal Riesenandrang, aber kaum Schleusen offen. Irgendwann hat man sich tatsächlich mal erbarmt, ein paar mehr aufzumachen, aber es hat in der Regel trotzdem nicht gereicht. Das habt ihr doch die letzten Jahre schon besser hinbekommen.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Krude » 21. Aug 2017, 15:44

guitarheadi hat geschrieben:
21. Aug 2017, 13:38
- Feuerwerk: Echt jetzt? Wir sind doch hier nicht auf Wacken. Und wieso jeden Abend. Da verpulvert euer Geld doch lieber für ein paar mehr Wasserstellen ;)
Ich kenn das so, dass die Band selber entscheidet, welche Features sie braucht und haben möchte - inklusive Feuerwerk - und nicht die Veranstalter entscheiden, welche Band jetzt Feuerlanzen, Konfettiregen oder eben Feuerwerk bekommt.

Außerdem hab ich am Freitag kein Feuerwerk gesehen.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von guitarheadi » 21. Aug 2017, 15:50

Krude hat geschrieben:
21. Aug 2017, 15:44
guitarheadi hat geschrieben:
21. Aug 2017, 13:38
- Feuerwerk: Echt jetzt? Wir sind doch hier nicht auf Wacken. Und wieso jeden Abend. Da verpulvert euer Geld doch lieber für ein paar mehr Wasserstellen ;)
Ich kenn das so, dass die Band selber entscheidet, welche Features sie braucht und haben möchte - inklusive Feuerwerk - und nicht die Veranstalter entscheiden, welche Band jetzt Feuerlanzen, Konfettiregen oder eben Feuerwerk bekommt.

Außerdem hab ich am Freitag kein Feuerwerk gesehen.
Gegen Pyros hab ich ja auch nix, ich meine tatsächlich die Raketen, die da meiner Erinnerung nach täglich kurz vor Mitternacht hochgeballert wurden. Das schien mir schon eine von den Bands unabhängige Sache zu sein.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Krude » 21. Aug 2017, 15:56

guitarheadi hat geschrieben:
21. Aug 2017, 15:50
Krude hat geschrieben:
21. Aug 2017, 15:44
guitarheadi hat geschrieben:
21. Aug 2017, 13:38
- Feuerwerk: Echt jetzt? Wir sind doch hier nicht auf Wacken. Und wieso jeden Abend. Da verpulvert euer Geld doch lieber für ein paar mehr Wasserstellen ;)
Ich kenn das so, dass die Band selber entscheidet, welche Features sie braucht und haben möchte - inklusive Feuerwerk - und nicht die Veranstalter entscheiden, welche Band jetzt Feuerlanzen, Konfettiregen oder eben Feuerwerk bekommt.

Außerdem hab ich am Freitag kein Feuerwerk gesehen.
Gegen Pyros hab ich ja auch nix, ich meine tatsächlich die Raketen, die da meiner Erinnerung nach täglich kurz vor Mitternacht hochgeballert wurden. Das schien mir schon eine von den Bands unabhängige Sache zu sein.
Ich bin mir sicher, dass es bei Kreator kein Feuerwerk gab.
Feuerwerk gabs davor das letzte Mal bei In Flames - soweit ich mich erinnern kann.
Es scheint also kein erkennbares Muster dahinter zu stecken. Daher bleib ich bei meiner Bandtheorie :wink:

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Anvar666 » 21. Aug 2017, 16:16

guitarheadi hat geschrieben:
21. Aug 2017, 15:50

Gegen Pyros hab ich ja auch nix, ich meine tatsächlich die Raketen, die da meiner Erinnerung nach täglich kurz vor Mitternacht hochgeballert wurden. Das schien mir schon eine von den Bands unabhängige Sache zu sein.
Es gab lediglich ein (ich nehme mal an Jubiläums) Feuerwerk am Sonnabend während FIDDLERS GREEN, und dann noch ein paar Rote Salven am Mittwoch zu Beginn der T-Party (ich nehme mal an, zu Ehren von Micha Trengert) so gegen 15.50 Uhr.
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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Shura » 21. Aug 2017, 17:43

Zum Thema Räumung des Bereichs vor der Hauptbühne:
Ich war bei Hatebreed, die direkt vor Children of Bodom gespielt haben. Die Räumung ging meiner Meinung nach relativ schnell. Es war schon ein bisschen Gedränge, aber ich war ziemlich schnell draußen. Allerdings stand ich auch eher links und ich könnte mir schon vorstellen, dass das Nadelöhr die Räumung bei einem echten Notfall stark behindert hätte. Ich habe mich ohnehin gefragt, ob man den Ausgang in diesem Fall irgendwie hätte vergrößern können?
Über die Räumung habe ich mich allgemein ein bisschen geärgert. So bedrohlich kann die Wettersituation ja nicht gewesen sein, wenn Children of Bodom 15 min später doch spielen konnte. Inzwischen war ich wieder am Zelt, hätte den ganzen Weg zurück laufen und mich wieder anstellen müssen.

Weitere kleine Kritikpunkte:
- die Kameraführung: Leider wurden oft die wirklich interessanten Dinge nicht auf die Bildschirme übertragen. Beispielsweise groß angekündigte Walls of Death (das interessiert doch auch die Leute im hinteren Bereich), das Rudern bei Knorkator, das Crowdsurfende Brautpaar (die hatten sich das bestimmt gewünscht) etc.
- der Sound bei While she sleeps und Miss May I war leider sehr schlecht, man hat kaum die Instrumente gehört
- dass ausverkaufte T-Shirts nicht als solche an der Werbetafel markiert wurden. Sicher so gewollt, denn wer sich einmal angestellt hat kauft dann auch die dritte Wahl, aber trotzdem frustrierend

Der Rest wurde hier schon erwähnt bzw. war es ingesamt ein geniales Festival! :)

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von Kryppi » 21. Aug 2017, 18:36

Ich benutze dies auch mal als Sammelthread.

Erstmal zu meiner Erwartungshaltung, die ich an das Breeze stelle: ich gehe dort hin, weil ich den ganzen Tag auf dem Infield verbringen und mir eigentlich nur Konzerte (dieses Jahr kam ich nur auf etwas über 30) ansehen möchte, zwischendurch mal im Lager was essen. Ein besonders geiles Campingerlebnis von der Stimmung und Ausstattung her (Vergleich Metaldays) erwarte ich nicht, und bin daher auch nicht enttäuscht, dass die Stimmung auf dem Campground und vor der Bühne sich in den letzten 10 Jahren schon stark ins negative veränderte. Konzerte wie HSB 2008 mit der tollen Ankündigung, dass man doch bitte die Wall of Death mal richtig übertreiben solle, sowie das gute alte Bambi sind halt vorbei.

Ich habe also akzeptiert, dass ihr euch in die Richtung der großen, nicht mehr so familiären Festivals entwickelt. Mir geht es also hauptsächlich darum, dass ich mit meiner Gruppe gut zelten kann und angenehme Konzerte zu sehen kriege. Dafür macht ihr im Allgemeinen einen echt guten Job, zumindest habe ich das Gefühl, dass es euch wirklich darum geht, ein gutes Festival auf die Beine zu stellen. Dinge wie die Wasserversorgung im Infield (1€/Waschrinnen) finde ich dermaßen gut von euch, dass ich es nochmal explizit erwähnen will.

Das wichtigste für ein schönes Konzerterlebnis ist wohl der Sound. Die letzten Jahre über das mitunter eine Katastrophe, obwohl das zumindest an Main/Pain-Stage vermutlich nicht an euch lag, zumindest gab es Bands, die echt guten Sound hinbekommen haben. Dieses Jahr jedoch war das größtenteils echt richtig gut. Vereinzelt gefiel mir mal was nicht, und wenn Herr Mustaine zu drauf ist, um ins Mikro zu singen, kann man halt nix machen. Außer bessere Bands zu buchen - das Konzert hat trotzdem Spaß gemacht. Das lag nicht zuletzt auch an diesem neuen Sicherheitssystem, durch welches man tatsächlich sehr viel Platz direkt vor der Bühne hatte. War angenehm. Nur tagsüber, wenn der Platz vor der Bühne eh leer war, hätte ich mir etwas mehr Kulanz von der Security gewünscht und wäre gerne über den Ausgang auch reingelassen worden. Naja, man überlebt's.
Deutlich schlechter fand ich, dass die Schleusen am Samstag Morgen überfordert waren. Da habe ich mich schon direkt nach dem Aufstehen druckbetankt, um mit ein paar Freunden Hurley ertragen zu können und stand im Endeffekt das gesamte Konzert über in der Schleuse, obwohl wir überpünktlich losgingen, um über den gesamten, ellenlangen Campground (von K aus) zu laufen. Darüber sind einige meiner Freunde echt erbost, ich selbst sehe es eher als einen Planungsfehler, dass man einfach um die Uhrzeit nicht einen derartigen Ansturm erwartete. Das war trotzdem extrem schlecht in der Auswirkung und eigentlich erwarte ich hier zumindest eine Erklärung von offizieller Seite aus, weshalb viele Leute umsonst früh aufstanden und den Weg zur Bühne antraten. Generell: bitte gewöhnt euch ab, die Sauf- und Partybands am Samstag spielen zu lassen. Das war letztes Jahr mit Steel Panther auch der Fall. Ich und einige andere möchten gerne am letzten Tag nüchtern bleiben, weil eine lange Heimfahrt im Auto bevorsteht.

Richtig positiv überrascht war ich von der Camel-Stage. Dort gab es tatsächlich richtig gute Konzerte, sowohl von der Bandauswahl, als auch vom Ton her. Ich war vor dem Festival echt enttäuscht, dass so viele gute Bands auf der Bühne mit dem zuvor immer grausamen Sound spielen. Hat mich dieses Jahr aber echt positiv überrascht. Großes Lob.

Ich selbst bin einer der Pro-Zelt-Fraktion. Einfach wegen des Problems, das HerrLampe schon beschrieb. Bei Haggard hörte ich halt auch Finntroll, bei Insomnium Kreator. Nicht sonderlich toll. Noch störender war der Fäkaliengeruch an der T-Stage an manchen Tagen. Wurde schon öfters erwähnt. Auf den Wegen kann ich mit dem Pissegeruch noch leben, aber vermutlich solltet ihr die Dixisituation wirklich mal überarbeiten. (Nicht nur marginal. Vom Gefühl her bräuchte es ungefähr die doppelte Menge, bis es tatsächlich angenehm wird. Aus Kostengründen würde sich wohl ein Ausbau der Spülklos anbieten. Eine Kack-Flat für 'nen 5er würde bestimmt recht positiv angenommen werden.) Insbesondere auf dem Infield in Nähe der T war es grauenvoll.
Die Position der Waschrinnen zum Erfrischen könnte auch angenehmer zu erreichen sein - und vor allem nicht unbedingt mitten zwischen Pissrinnen positioniert, die bei Sonneneinfall auch noch richtig schön riechen.
Ihr hattet eine Verbesserung der Wasserversorgung angekündigt - und von der Qualität denke ich, dass das stimmt. Zumindest wirkte der Wasserdruck besser als die Jahre zuvor, allerdings waren es gefühlt weniger als zuvor. Jedenfalls waren die Wege, die ich nehmen musste, meistens eher länger.

Noch etwas, das mich persönlich einfach aufregte: ich mochte das Zirkuszelt eigentlich. Insbesondere der Atmosphäre wegen. Die Atmosphäre, die jeder Depp einfangen will und dadurch komplett zerstört wird. ich stand bei Corvus Corax in der Mitte des Zeltes, also etwa in der 10. Reihe und hatte zwischendurch über 15 Smartphones gezählt, die zwischen mir und der Band filmend hoch gehalten wurden. Direkt konnte ich die Band nicht mehr sehen, aber ganz viele leuchtende Bildschirme. Ob ich ein Verbot oder einen Hinweis darauf fordern würde, weiß ich allerdings selbst nicht. Ich wollte nur mal diesen (mich) störenden Punkt in den Raum werfen.

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Re: Lob & Tadel eines neunmaligen Veterans

Beitrag von AkumaAfterglow » 21. Aug 2017, 18:51

Die Frage ist halt, ob die ganzen besoffenen Vollottos zum Dixi gehen würden, wenn es plötzlich doppelt so viele wären. Ich denke nein. Klar, über die Dixisituation muss sicherlich gesprochen werden, aber man kann dabei eben auch nicht alles dem Veranstalter anlasten. Auch vor der Mainstage gab es so viele, die sich einfach in Reihe am Zaun aufgestellt haben und ich vermute, dass das oftmals auch reine Faulheit ist.
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